Bei der Korrektion von Winkelfehlsichtigkeiten bzw. Heterophorien gibt es eine große Versorgungslücke für die betroffenen Menschen.

Deshalb habe ich am 17.12.2012 die zuständigen Stellen des Berufsverbandes der Augenärzte / BVA angeschrieben. Da Augenärzte den Begriff Winkelfehlsichtigkeit nicht verwenden, bezeichne ich die Winkelfehlsichtigkeit in diesem Schreiben überwiegend als Heterophorie, meine jedoch immer: Heterophorie und Winkelfehlsichtigkeit. Anschließend können Sie mein Schreiben an den BVA nachlesen.


An den Berufsverband der Augenärzte, sehr geehrte Damen und Herren!

Mein Anliegen ist, dass Menschen, die aufgrund einer Heterophorie Sehprobleme und Beschwerden haben, in Zukunft besser geholfen wird. Dies ist nach meiner Überzeugung nur auf der Basis von gesicherten Ergebnissen einer wissenschaftlichen Studie über die Wirkung von Prismenbrillen möglich.

Ich arbeite nicht nach MKH, sondern habe in den letzten 30 Jahren eine eigene Korrektionsmethodik für das Ausmessen von Heterophorien und Winkelfehlsichtigkeiten entwickelt. Diese Korrektionsmethodik basiert auf meinem langjährigen Erfahrungswissen. Mit diesem Erfahrungswissen möchte ich nun in einer wissenschaftlichen Studie den Nachweis erbringen, dass ich nach dem Ausschluss von Krankheiten alle Sehprobleme und Folgebeschwerden beheben oder wesentlich reduzieren kann, die durch eine Heterophorie ausgelöst werden.

Ich wende mich an den Berufsverband der Augenärzte, weil es bei der Korrektion von Beschwerden auslösenden Heterophorien eine große Versorgungslücke gibt und die betroffenen Menschen deshalb oft dauerhaft gravierende Sehprobleme und Folgebeschwerden haben. Wegen dieser Versorgungslücke sind seit 1995 (dem Beginn meiner beruflichen Selbständigkeit) weit über 4000 Menschen zu mir gekommen. Mit einer (richtigen) Prismenbrille konnte ich allen Betroffenen dauerhaft zu beschwerdefreiem Sehen verhelfen.

Dass dies „nicht nur“ bei diesen 4000 Menschen, sondern bei allen so Betroffenen in Deutschland möglich ist, möchte ich nun in einer Studie unter der Kontrolle von Augenärzten nachweisen. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie werde ich alle teilnehmenden Probanden kostenlos mit den erforderlichen Prismenbrillen versorgen.

Ich habe ein weiterführendes Schreiben vorbereitet, indem ich ausführlich erkläre, warum die Versorgunglücke so groß ist und wie diese geschlossen werden könnte. Dieses Schreiben würde ich dem Berufsverband der Augenärzte gerne zukommen lassen. Wenn Sie dies möchten, bitte ich um eine kurze Nachricht.

Ich hoffe wegen des großen Handlungsbedarfes auf Ihr Interesse. Wenn es gewünscht wird, bin ich zur fachlichen Zusammenarbeit bereit.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Peschlow


Ich erhielt vom Berufsverband der Augenärzte zwar eine Eingangsbestätigung meiner Mail, aber leider keine Antwort. Deshalb habe ich mich am 18.01.2013 entschlossen, mein weiterführendes Schreiben, mit dem ich den Berufsverband der Augenärzte über die Versorgungslücke informieren wollte, allen Interessierten zugänglich zu machen. Dieses Schreiben können Sie anschließend  nachlesen.


An den Berufsverband der Augenärzte - sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mich seit dem Jahr 1980 auf die Korrektion von Beschwerden auslösenden Heterophorien / Winkelfehlsichtigkeiten spezialisiert und mich mit dieser  Spezialisierung 1995 selbständig gemacht. Heterophorien und  Winkelfehlsichtigkeiten sind für mich identische binokulare Fehlsichtigkeiten. Ich bezeichne Heterophorien jedoch meistens als Winkelfehlsichtigkeit,  weil diese Bezeichnung von den betroffenen Menschen viel besser  verstanden wird.

Ich korrigiere Heterophorien und Winkelfehlsichtigkeiten nicht nach MKH, sondern habe hierfür in über
drei Jahrzehnten eine eigene Korrektionsmethodik entwickelt. Dabei hatte ich von Anfang an diese beiden Ziele:

  1. Allen Menschen, die wegen einer Heterophorie bzw. Winkelfehlsichtigkeit Sehprobleme und Beschwerden haben, dauerhaft zu beschwerdefreiem Sehen verhelfen zu können.
     
  2. Alle Nachteile und Risiken beim Tragen von Prismenbrillen vollständig ausschließen zu können. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Wirkungslosigkeit oder Unverträglichkeit der Prismenbrille, sowie um das schrittweise Ansteigen der Prismenwerte und dadurch herbeigeführte (unnötige) Augenmuskeloperationen.

Bei der Entwicklung meiner Korrektionsmethodik habe ich von den Menschen am meisten gelernt, bei denen ich die Sehprobleme und Beschwerden zunächst nicht oder nur teilweise mit einer Prismenbrille beheben konnte. Diese Menschen konnten mir nämlich meistens sehr genau beschreiben, warum sie mit meiner Prismenbrille nicht richtig sehen konnten und welche Beschwerden sie damit noch hatten. Aus diesen Erfahrungen und Hinweisen bzw. Reklamationen konnte ich viele wertvolle Rückschlüsse ziehen, was an meinen Prismenbrillen falsch war bzw. verbessert werden musste. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen habe ich den Betroffenen dann solange kostenlos neue Prismengläser angefertigt, bis alle Sehprobleme und Beschwerden vollständig behoben waren.

Mit dieser Vorgehensweise konnte ich in den letzten 30 Jahren ein sehr umfangreiches Erfahrungswissen über die „richtige Korrektion“ von Heterophorien aufbauen und daraus meine eigene Korrektionsmethodik ableiten. Diese Korrektionsmethodik ist die Summe aller Erfahrungen und Erkenntnisse, mit denen ich tausenden von so betroffenen Menschen zu beschwerdefreiem Sehen verhelfen konnte. Weil dies so ist, möchte ich nun in einer wissenschaftlichen Studie nachweisen, dass ich allen Menschen, die wegen einer Winkelfehlsichtigkeit / Heterophorie solche Beschwerden haben, mit einer Prismenbrille zu Beschwerdefreiheit verhelfen kann.

Für diesen Nachweis brauche ich das Interesse des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands / BVA. Wenn dieses Interesse vorhanden ist, können mir Augenärzte des BVA 50 Probanden schicken, auf die folgendes zutrifft:

  1. Die Probanden haben viele oder alle der hier genannten Sehprobleme und Beschwerden.
     
  2. Es konnte keine Krankheit als Ursache dieser Beschwerden gefunden werden.
     
  3. Alle Probanden werden beim Abdecken eines Auges schon nach kurzer Zeit (wenigen Stunden) beschwerdefrei.

Hierzu möchte ich folgendes anmerken: wenn die Betroffenen nach dem Abdecken eines Auges beschwerdefrei sind, werden die genannten Sehprobleme und Folgebeschwerden höchstwahrscheinlich durch Defizite im binokularen Sehen, das heißt durch eine Winkelfehlsichtigkeit / Heterophorie ausgelöst. Deshalb kann ich diesen Menschen dann auch im binokularen Sehen mit einer Prismenbrille zu Beschwerdefreit verhelfen.

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie werde ich alle Probanden kostenlos mit den erforderlichen Prismenbrillen versorgen. Dabei werde ich folgendes nachweisen: 

  1. Ich kann alle Sehprobleme und Beschwerden, die durch eine Heterophorie / Winkelfehlsichtigkeit ausgelöst werden, bei allen teilnehmenden Probanden dauerhaft beheben oder wesentlich reduzieren.
     
  2. Die hierfür erforderlichen Prismenwerte werden sehr gering sein. So wird das erforderliche Gesamtprisma bei über 80 Prozent der Probanden zwischen 0,25 und 2,00 Prismendioptrien liegen. Bei ca. 15 Prozent der Betroffenen wird das Gesamtprisma zwischen 2,00 und 6,00 liegen und nur bei ca. 5 Prozent könnte es zwischen 6,00 und 12,00 Prismendioptrien liegen. Höhere Prismenwerte kann ich für meine Prismenbrillen ausschließen. Hierzu möchte ich anmerken, dass sich die zuvor genannten Prismenwerte aus der statistischen Auswertung von vielen tausend Prismenkorrektionen ergeben, die ich in den letzten 25 Jahren abgegeben habe. 
     
  3. Da ich nur den Teil einer Heterophorie / Winkelfehlsichtigkeit mit Prismen korrigiere, der vom Betroffenen nicht (mehr) kompensiert werden kann, werden die Prismenwerte beim Tragen meiner Prismenbrillen auch langfristig nicht ansteigen, sondern im Laufe der Zeit eher sinken. Deshalb kann ich Augenmuskeloperationen bei der Korrektion von Heterophorien und Winkelfehlsichtigkeiten zeitlich unbegrenzt ausschließen
     
  4. Ich kann zudem auch Wirkungslosigkeit und Unverträglichkeit bei meinen Prismenbrillen ausschließen, weil ich allen teilnehmenden Probanden zu beschwerdefreiem Sehen verhelfen werde.

In meinem Vorschlag zu einer wissenschaftlichen Studie habe ich noch weitere Kriterien aufgelistet, mit denen die Wirkung und der Nutzen meiner Prismenbrillen umfassend von Augenärzten geprüft werden können.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum ich Beschwerden auslösende Heterophorien / Winkelfehlsichtigkeiten mit so niedrigen Prismenwerten korrigiere. Deshalb möchte ich dies anschließend kurz erklären. Nach der Korrektion von vielen tausend Heterophorien / Winkelfehlsichtigkeiten kann ich Ihnen mit absoluter Gewissheit sagen, dass diese Sehprobleme und Folgebeschwerden in den allermeisten Fällen durch messtechnisch meistens sehr kleine vertikale Fehlstellungen eines Augenpaares ausgelöst werden. Die daraus resultierenden kleinen vertikalen Heterophorien / Winkelfehlsichtigkeiten müssen mit so niedrigen Prismenwerten korrigiert werden, wenn man den Betroffenen zu beschwerdefreiem Sehen verhelfen will.

Nur sehr selten sind messtechnisch zwar oft große horizontale Heterophorien / Winkelfehlsichtigkeiten die Ursache der genannten Sehproblemen und Beschwerden. Mit der richtigen Prismenkorrektion können jedoch auch diese horizontalen Heterophorien / Winkelfehlsichtigkeiten so sicher stabilisiert werden, dass bei Beschwerdefreiheit eine Augenmuskeloperation dauerhaft ausgeschlossen werden kann. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter meiner Rubrik Winkelfehlsichtigkeit.


Warum schreibe ich Ihnen das?

Seit 1995 (dem Beginn meiner beruflichen Selbständigkeit) sind aufgrund meiner Spezialisierung über viertausend Menschen zu mir gekommen, die zuvor wegen dieser Sehprobleme und Beschwerden bei einem oder meistens mehreren Augenärzten waren. Bei diesen Beschwerden handelte es sich hauptsächlich um: schnelles Ermüden der Augen besonders bei Seharbeit, Fixationsprobleme der Augen, Augendruck, Augenschmerzen, Nackenverspannung, Kopfschmerzen / Migräne, Übelkeit, Schwindel, Lichtempfindlichkeit, Defizite im räumlichen Sehen und noch viele weitere Sehprobleme und Beschwerden.

Wegen dieser Beschwerden sind alle Betroffenen intensiv augenärztlich auf das Vorliegen von Krankheiten untersucht worden. Es konnte jedoch bei keinem der 4000 Betroffenen eine Krankheit als Ursache der genannten Sehprobleme und Beschwerden gefunden werden. Deshalb sind alle Betroffenen mit folgender Diagnose entlassen worden: „Die Beschwerden werden nicht von den Augen ausgelöst - Ihre Brille stimmt, bzw. Sie brauchen keine Brille. Es konnte keine Ursache als Auslöser der Sehprobleme und Beschwerden gefunden werden.”

Daraufhin begann für diese 4000 Betroffenen eine meistens jahrelange Facharzt-Odyssee, um die Ursache der Sehprobleme und Beschwerden zu finden. Dabei wurde eine Vielzahl von fachärztlichen Untersuchungen durchgeführt, oft auch ein oder mehrere MRTs. Bei allen weiterführenden fachärztlichen Untersuchungen wurde keine ursächliche Erkrankung gefunden.

Viele Betroffene haben sich wegen der dauerhaft ungelösten Sehprobleme und Beschwerden auch in einer Universitätsklinik für Augenheilkunde vorgestellt. Aber auch dort wurde bei keinem Betroffenen eine ursächliche Erkrankung gefunden. Somit blieben die meistens gravierenden Sehprobleme und Beschwerden dauerhaft ungelöst bestehen. Dadurch und durch die Vielzahl von erfolglosen fachärztlichen Untersuchungen entstand bei vielen Betroffenen ein hoher Leidensdruck, der nicht selten auch psychische Probleme zur Folge hatte. Als diese Menschen dann oft erst nach Jahren oder Jahrzehnten (!) über Empfehlungen oder das Internet zu mir kamen, war ich für die meisten nur noch der „allerletzte Versuch“, die Ursache der Beschwerden vielleicht doch noch zu finden.

Bei diesen 4000 Menschen konnte keine Krankheit gefunden werden, weil die Sehprobleme und Folgebeschwerden nicht durch eine Krankheit, sondern durch eine Heterophorie ausgelöst worden sind. Mit der Korrektion dieser meistens vertikalen Heterophorien konnte ich allen 4000 Betroffenen dauerhaft zu beschwerdefreiem Sehen verhelfen oder die Beschwerden zumindest wesentlich reduzieren.

Als ich diesen Menschen erklärte, dass ihre Sehprobleme und Beschwerden durch eine Heterophorie ausgelöst wurden, reagierten alle mit größtem Erstaunen und Unverständnis. Kein Betroffener konnte es verstehen, warum diese Ursache zuvor von keinem Augenarzt erkannt worden ist. Kein Betroffener konnte es zudem verstehen, warum alle Augenärzte zuvor immer wieder vehement darauf hingewiesen haben, dass die Beschwerden nicht von den Augen ausgelöst werden. Fast alle so Betroffenen haben mir außerdem berichtet, dass sie sich vom Augenarzt mit diesen Beschwerden nicht ernst genommen gefühlt haben. All dies hat mich dazu veranlasst, mich an den Berufsverband der Augenärzte zu wenden.

In der Fachliteratur wird von allen Augenärzten übereinstimmend festgestellt, dass das latente Schielen keine Krankheit ist, sondern etwas ganz normales. Zirka 75 Prozent aller Menschen haben ein latentes Schielen. Es handelt sich dabei um ein Ungleichgewicht der Augenbewegungsmuskeln, das von der Mehrzahl der Betroffenen beschwerdefrei kompensiert werden kann. Nach Angaben von Augenärzten löst das latente Schielen bzw. die daraus resultierende Heterophorie „nur“ bei 10 Prozent aller betroffenen Menschen Sehprobleme und Beschwerden aus. Wenn man diese 10 Prozent auf ganz Deutschland hochrechnet, ergeben sich daraus ca. sechs Millionen Betroffene. Zu diesen sechs Millionen Betroffenen gehören die 4000 Menschen, die wegen der genannten Sehprobleme und Beschwerden bis jetzt zu mir gekommen sind.

Über diese Versorgungslücke bei der Korrektion von Heterophorien habe ich mit vielen Betroffenen gesprochen. Eine selbst betroffene Professorin sagte mir, dass es auf diesem Gebiet eine „Abstimmung mit den Füssen“ geben müsse. Auf meine Nachfrage erklärte sie, dass die Betroffenen (von denen sich bis jetzt jeder als seltener Einzelfall vorkommt) gemeinsam gegenüber Augenärzten auftreten müssten, damit diese die Versorgungslücke und den Leidensdruck der Betroffenen endlich wahrnehmen. So oder so ähnlich haben sich viele geäußert. Deshalb ist mein Schreiben auch stellvertretend für diese Menschen an Sie gerichtet. Viele Betroffene haben später Erfahrungsberichte geschrieben, um andere auf diese Versorgungslücke im Gesundheitssystem aufmerksam zu machen.

Ein großer Teil der 4000 Betroffenen war wegen der genannten Sehprobleme und Beschwerden jedoch nicht nur bei Augenärzten, sondern auch bei spezialisierten Augenoptikern. Hierbei handelte es sich meistens um Augenoptiker (und einige Augenärzte), die sich auf die Mess- und Korrektionsmethodik nach
Hans-Joachim Haase / MKH spezialisiert hatten. Mit den so ausgemessenen Prismenbrillen konnte jedoch auch keinem dieser Betroffenen zu beschwerdefreiem Sehen verholfen werden, weil die Prismenbrillen wirkungslos oder unverträglich waren.

Da ich in einer Studie beweisen möchte, dass ich allen, aber insbesondere auch allen so betroffenen Menschen zu beschwerdefreiem Sehen verhelfen kann, sollte es den teilnehmenden Probanden ebenso ergangen sein: die Sehprobleme und Beschwerden konnten zuvor von Augenärzten, Orthoptistinnen und von spezialisierten Augenoptikern nicht behoben werden.

Bitte stören Sie sich nicht daran, dass ich den Begriff Winkelfehlsichtigkeit verwende. Denn den meisten der 4000 Betroffenen ist es erst durch dieses Wort bewusst geworden, dass ihre Sehprobleme und Beschwerden eben doch von den Augen ausgelöst werden könnten, obwohl dies von Augenärzten zuvor immer wieder vehement ausgeschlossen wurde.

Wenn ich für den Fachbegriff Heterophorie, das für den Laien verständlichere Wort Winkelfehlsichtigkeit nicht benutzen würde, hätte mich kaum einer der 4000 Betroffenen bei der Suche im Internet gefunden. Viele dieser Menschen sind wegen ihrer dauerhaft ungelösten Sehprobleme und Beschwerden und der Versorgungslücke aus ganz Deutschland und dem umliegenden Ausland angereist.

Mit richtigen Prismenbrillen kann Betroffenen jedoch nicht nur zu beschwerdefreiem Sehen verholfen werden. Wenn die Sehprobleme und Folgebeschwerden nicht mehr vorhanden sind und die Betroffenen beschwerdefrei sind, können dadurch auch viele fachärztliche Untersuchungen entfallen. Somit könnten erhebliche Kosten im Gesundheitssystem eingespart werden. Auch dieser wirtschaftliche Aspekt sollte in einer wissenschaftlichen Studie geprüft werden.

Ich hätte Verständnis dafür, wenn Sie meine Aussagen zum Nutzen und zur Wirkung von meinen Prismenbrillen bezweifeln. Ich würde auch nichts glauben, was ich nicht selbst gesehen oder nachgeprüft habe. Das ist aber genau das, um was ich Sie bitte: kontrollieren Sie meine Aussagen über die Wirkung von (richtigen) Prismenbrillen anhand von nachprüfbaren Ergebnissen einer wissenschaftlichen Studie. Berücksichtigen Sie dabei bitte auch die Beurteilungen der Probanden - denn diese werden ganz genau sagen können, ob ihre Sehprobleme und Folgebeschwerden behoben worden sind oder nicht.

Leider haben mir viele der 4000 Betroffenen berichtet, dass Augenärzte und Orthoptistinnen ihre Prismenbrille auch dann noch abgelehnt haben, als damit alle Sehprobleme und Folgebeschwerden behoben waren. Als diese Menschen darüber berichten wollten, wie sehr ihnen die Prismenbrille hilft, hätte das die Augenärzte und Orthoptistinnen gar nicht interessiert. Nicht wenige Augenärzte haben sich zudem geweigert, den Betroffenen eine Brillenverordnung für die Kostenerstattung von der Krankenkasse auszustellen.

Hierzu möchte ich Folgendes sagen: wenn das, was die Betroffenen Augenärzten über die Wirkung ihrer Prismenbrille sagen wollen, nicht berücksichtigt wird, zeigt das sehr deutlich, warum die Versorgungslücke so groß ist. Das Erkennen dieser Versorgungslücke ist jedoch äußerst wichtig, denn Augenärzte sind unbestritten die ersten Ansprechpartner, zu denen die Betroffenen beim Auftreten der genannten Sehprobleme und Beschwerden gehen.

In Deutschland gibt es noch keine wissenschaftliche Studie über den Nutzen und die Wirkung von Prismenbrillen. Deshalb sind viele Betroffene verunsichert, weil sie nicht wissen, ob ihre Sehprobleme und Beschwerden mit einer (richtigen) Prismenbrille behoben werden könnten. Da ich den Nachweis erbringen möchte, dass ich die durch eine Heterophorie ausgelösten Sehprobleme und Folgebeschwerden dauerhaft beheben oder wesentlich reduzieren kann, bitte ich Sie um die Befürwortung einer Studie. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie werde ich alle teilnehmenden Probanden (z.B. 50 Teilnehmer) kostenlos mit den erforderlichen Prismenbrillen versorgen.

Nach dem Abschluss der Studie sollen alle Ergebnisse veröffentlicht werden, sodass sich nicht nur alle beteiligten Berufsgruppen, sondern auch die betroffenen Menschen daran orientieren können. Für weitere Informationen stehe ich zur Verfügung, gerne auch in einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Peschlow


Erweiterung der Studie zur Korrektion von Doppelbildern

Nachfolgend möchte ich noch einen Vorschlag zur Erweiterung der Studie unterbreiten. Hierbei handelt es sich um die Korrektion von Doppelbildern. Seit 1995  sind nämlich aufgrund meiner beruflichen Spezialisierung auch über 300 Menschen zu mir gekommen, die wegen einer Heterophorie „nicht nur“ Sehprobleme und Beschwerden hatten, sondern auch Doppelbilder. Diese Doppelbilder waren zuvor über einen Zeitraum von Monaten oder Jahren entweder zeitweilig oder ständig vorhanden. Dadurch entstand bei allen Betroffenen ein erheblicher Leidensdruck.

Alle Betroffenen sind nach dem Auftreten der Doppelbilder sofort zu einem Augenarzt gegangen. Dort sind diese Menschen intensiv strabologisch untersucht worden, ohne dass eine Ursache bzw. Krankheit als Auslöser der Doppelbilder gefunden wurde. Als es den behandelnden Augenärzten bzw. Orthoptistinnen nicht gelang, das Doppeltsehen mit einer Brille zu beheben, haben viele Betroffene andere Augenärzte und meistens auch eine Universitätsklinik für Augenheilkunde aufgesucht. Aber auch dort wurde bei keinem Betroffenen eine Erkrankung gefunden. Die Doppelbilder konnten, wie schon zuvor, auch dort nicht behoben werden.

Um die Ursache der Doppelbilder zu finden und zu beheben, begann auch für diese 300 Betroffenen eine meistens lange Facharzt-Odyssee. Hierbei wurden hauptsächlich neurologische Untersuchungen durchgeführt. Bei vielen Betroffenen wurden zusätzlich MRT und CT-Untersuchungen des Kopfes vorgenommen. Aber auch bei allen diesen weiterführenden Untersuchungen wurde bei keinem Betroffenen eine Krankheit als Auslöser der Doppelbilder gefunden. Deshalb sind nicht wenige Betroffene zum Psychiater überwiesen worden, um dort nach psychischen Ursachen zu suchen. Wie zuvor, konnte aber auch hier keine Erkrankung festgestellt werden. Das dauerhafte Fortbestehen der Doppelbilder und die zahlreichen erfolglosen fachärztlichen Untersuchungen hatten bei vielen Betroffenen erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität zur Folge.

Wie bei den zuvor beschriebenen 4000 Betroffenen, konnte auch bei diesen 300 Betroffenen keine Erkrankung gefunden werden, weil die Doppelbilder nicht durch eine Krankheit, sondern durch das latente Schielen ausgelöst wurden. Dabei handelte es sich meistens (ca. 95 Prozent) um ein vertikales latentes Schielen. Nur bei 5 Prozent der Betroffenen wurden die Doppelbilder durch ein horizontales Ungleichgewicht der Augenbewegungsmuskeln ausgelöst. Mit der prismatischen Korrektion des latenten Schielens bzw. der daraus resultierenden Heterophorie konnte ich das Doppeltsehen bei allen 300 Betroffenen dauerhaft beheben und ein völlig normales Einfachsehen wiederherstellen.

Die hierfür erforderlichen Prismenkorrektionen waren fast immer relativ gering und lagen in den meisten Fällen zwischen 2,00 und 8,00 Prismendioptrien, niemals jedoch über einem Gesamtprisma von 12,00 Prismendioptrien. Bei kaum einem Betroffenen kam es in der Folgezeit beim Tragen der Prismenbrille zu einem Anstieg der Prismenwerte. Ganz im Gegenteil konnte ich die Prismenwerte nach einer Verbesserung des Visus und einer dadurch gestärkten Fusion in den Folgejahren bei vielen Betroffenen wieder reduzieren. Bei keinem der 300 Betroffenen wurde eine Augenmuskeloperation erforderlich. In den letzten 10 Jahren hatte ich nur eine Betroffene, die sich operieren lassen wollte, um auch ohne Prismenbrille frei von Doppelbildern zu sein.

Ich möchte auch diese Aussagen über die Korrektion Doppelbildern in einer wissenschaftlichen Studie unter der Kontrolle von Augenärzten nachweisen. Die teilnehmenden Probanden sollten dabei diese beiden Kriterien erfüllen:

  1. Nach dem Auftreten der Doppelbilder wurde trotz umfassender augenärztlicher und fachärztlicher Abklärungen keine Krankheit gefunden.
     
  2. Die zeitweiligen oder dauerhaften Doppelbilder konnten zuvor von Augenärzten und Orthoptistinnen und ggf. von spezialisierten Augenoptikern nicht behoben werden.

Auch diese Probanden (z.B. 25 Teilnehmer) werde ich im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie kostenlos mit den erforderlichen Brillen versorgen.


Zum Abschluss meiner Ausführungen möchte ich noch auf diese beiden Punkte hinweisen:

  1. Ich bin davon überzeugt, dass es bei den meisten der 300 Betroffenen möglich gewesen wäre, das Auftreten der Doppelbilder zu verhindern, wenn diese Menschen im Vorfeld, z.B. im Rahmen von Routineuntersuchungen auf latente Fehstellungen der Augen = Heterophorien überprüft und diese ggf. korrigiert worden wären.
     
  2. Nicht wenigen der 300 Betroffenen ist von den behandelnden Augenärzten und Orthoptistinnen gesagt worden, dass sie sich mit dem Doppeltsehen abfinden müssen, weil die Doppelbilder durch ein manifestes Schielen oder durch eine Augenmuskellähmung (Trochlearisparese) ausgelöst werden.

    Da es mir gelungen ist, die Doppelbilder auch bei Betroffenen mit dieser Diagnose dauerhaft zu beheben, muss das Doppeltsehen eine andere Ursache gehabt haben. Die Ursache war auch hier das latente Schielen bzw. eine daraus resultierende Heterophorie. Entsprechende Kontakte zu Betroffenen können vermittelt werden.


Mit dem obigen Schreiben wollte ich den Berufsverband der Augenärzte über die Versorgungslücke informieren. Leider hatte man bei den zuständigen Stellen daran kein Interesse. Viele Betroffene haben über diese Versorgungslücke Erfahrungsberichte geschrieben. Dies ist sozusagen mein Erfahrungsbericht.

Ich suche auf diesem Gebiet die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Berufsgruppen. Im Interesse der Betroffenen hoffe ich, dass es in nicht allzu ferner Zukunft zu einer wissenschaftlichen Studie über den Nutzen und die Wirkung von Prismenbrillen kommen wird.

Wenn Sie das Zustandekommen einer solchen Studie unterstützen wollen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Abschließend möchte ich auf die Empfehlungen von Herrn Prof. Dr. Dr. B. Lachenmayr hinweisen. Wenn Betroffene bei einem Verdacht auf eine Beschwerden auslösende Heterophorie nach seinen Empfehlungen überprüft würden, könnte diesen Menschen nach meiner Überzeugung geholfen werden.

Jürgen Peschlow