Clusterkopfschmerzen und Winkelfehlsichtigkeit

Eine nicht erkannte Winkelfehlsichtigkeit kann Spannungskopfschmerzen,
Migräne und Clusterkopfschmerzen triggern!

Ich konnte Clusterkopfschmerzen aufgrund meiner fachlichen Spezialisierung
mit einer Prismenbrille lindern oder beheben. Da ich auf diesen großen
Trigger
aufmerksam machen möchte, versorge ich Betroffene kostenlos.

Jürgen Peschlow, Optometrist / Praxis für Winkelfehlsichtigkeit und Kopfschmerzen
Kurfürstendamm 117 | 107011 Berlin | info@richtig-sehen.de | Tel. 030 882 44 42

Clusterkopfschmerzen: Hilfe ohne Medikamente

Betroffene sagen: Wer hilft hat Recht! Deshalb habe ich diese Seite geschrieben.

Ärzte suchen schon seit vielen Jahren nach den Ursachen von Clusterkopfschmerzen – finden aber keine. Wahrscheinlich kann hier auch keine Krankheit gefunden werden, weil der hauptsächliche Auslöser „nur“ eine nicht erkannte Winkelfehlsichtigkeit ist.

Eine Winkelfehlsichtigkeit bzw. Heterophorie ist keine Krankheit, sondern eine binokulare Fehlsichtigkeit, die auch als verstecktes Schielen und im Volksmund als „Silberblick“ bezeichnet wird.

Bei einer Winkelfehlsichtigkeit stehen die Augen nicht ganz parallel, deshalb muss das abweichende / schmerzende Auge ständig fusionieren, um die kleine Fehlstellung auszugleichen. Diese Fehlbelastung kann eine Entzündung im Augenbewegungsapparat auslösen und dadurch später zum Trigger von Attacken werden, was ich später erklären werde. 

In vielen Kapiteln habe ich Fragen von Betroffenen beantwortet – daher brauchen Sie nicht alles zu lesen, um den Zusammenhang zwischen Clusterkopfschmerzen und Winkelfehlsichtigkeit zu verstehen.


Winkelfehlsichtigkeit und Clusterkopfschmerzen haben viele gemeinsame Trigger

Eine Winkelfehlsichtigkeit und Clusterkopfschmerz-Attacken haben viele gemeinsame Trigger, was stark auf den engen anatomischen Zusammenhang hinweist.

Attacken können durch „äußere Einflüsse“ sowohl getriggert, als auch gelindert werden. Diese äußeren Einflüsse betreffen jedoch nicht nur den Clusterkopfschmerz, sondern genauso auch die Kompensationsfähigkeit einer Winkelfehlsichtigkeit, denn:

  1. Sauerstoffmangel, ein heißes Bad, Alkohol, Hunger etc. schwächen die Kraft der Augenbewegungsmuskeln, sodass die Winkelfehlsichtigkeit schlechter kompensiert werden kann. Dadurch können neben vielen weiteren Beschwerden auch Clusterkopfschmerzen ausgelöst werden. (= Trigger CK)
  2. Das Inhalieren von reinem Sauerstoff, Energy-Drinks oder Magnesium etc. stärken die Augenmuskulatur, sodass die Winkelfehlsichtigkeit besser kompensiert werden kann. Das hilft Betroffenen eine Attacke schneller zu überwinden bzw. zu vermeiden. (= Hilfe bei CK)

Clusterkopfschmerz und Winkelfehlsichtigkeit haben noch viele weitere gemeinsame Trigger und „Hilfsmittel“, die ich hier zusammengefasst habe.


Anschließend können Sie zwei kleine Videos sehen, in denen Menschen mit chronischen Clusterkopfschmerzen darüber berichten, wie sehr ihnen die Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit bzw. eine Prismenbrille hilft.   

Im ersten Fall handelt es sich um Herrn Benedikt Zöller aus NRW, der erst unter episodischen und dann unter chronischen Clusterkopfschmerzen gelitten hat. Herr Zöller kam im Februar 2020 zu mir, um seine Augen auf Winkelfehlsichtigkeit überprüfen und ggf. korrigieren zu lassen. Danach erhielt er seine erste Prismenbrille.

Im Juli 2020 habe ich mit Herrn Zöller ein Telefongespräch geführt, dass er mit seinem Handy aufgenommen hat. In diesem Video berichtet er, dass er nach 20 Jahren Clusterkopfschmerzen mit einer Prismenbrille weitgehend beschwerdefrei ist.

Im zweiten Fall handelt es sich um Frau Doris Kümmel, über deren Fall der SWR 2015 berichtet hat: „Cluster – der schlimmste Kopfschmerz der Welt“. Die in diesem Bericht vorgestellte Sonde hat Frau Kümmel nicht geholfen.

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Frau Kümmel kam im Mai 2018 erstmalig zu mir und hat im Herbst 2019 darüber berichtet, dass es ihr mit einer Prismenbrille viel besser geht als zuvor. Dieses Video finden Sie etwas weiter unten im Text.

Clusterkopfschmerzen
Warum kann eine Winkelfehlsichtigkeit eine Entzündung über dem Auge und in der Folge Attacken auslösen?

Über jedem Auge befindet sich ein Rollknorpel, der auf dem Bild von Wikipedia weiß markiert zu sehen ist.

Dieser Rollknorpel entspricht im Aufbau und der Funktion exakt einer Sehnenscheide, die sich bei einer dauerhaften Überlastung entzünden kann. Das möchte ich anschließend erklären.

Durch den Rollknorpel verläuft die Sehne des schrägen Augenbewegungsmuskels. Wenn dieser Muskel zum Ausgleich einer Winkelfehlsichtigkeit ständig angespannt ist, steht seine Sehne im Rollknorpel unter einer dauerhaften Zugbelastung.

Durch diese Fehlbelastung kann sich der Rollknorpel (Trochlea) entzünden, genauso wie jede andere Sehnenscheide auch. Wenn sich die Sehne bei schnellen Augenbewegungen im entzündeten Rollknorpel ruckartig bewegt (wie z.B. im REM-Schlaf), könnte dies über den Nervus Trochlearis stärkste Nervenimpulse auslösen. Diese könnten so unverträglich sein, dass sie vom Betroffenen als Cluster-Attacken wahrgenommen werden.

Solche Nervenimpulse könnten verhindert werden, wenn die Fehlbelastung des Rollknorpels und damit die Entzündung behoben werden. Dazu müsste die Winkelfehlsichtigkeit korrigiert werden.

Für eine Entzündung des Rollknorpels als mögliche Ursache von Attacken spricht zudem:

  1. Die bei Kopfschmerzen üblichen Schmerzmittel helfen nicht, da diese bei Entzündungen unwirksam sind.
  2. Entzündungshemmende Medikamente wie Cortison helfen, genauso wie bei jeder anderen Sehnenscheidenentzündung.

Anschließend möchte ich an einem weiteren Fall zeigen, dass ich chronische Cluster- Kopfschmerzen mit einer Prismenbrille deutlich lindern konnte. Dabei handelt es sich um Frau Doris Kümmel, über die der SWR in einem Fernsehfilm berichtet hat: Cluster – der schlimmste Kopfschmerz der Welt“. (siehe Video oben)

In diesem Film konnte ich bei Frau Kümmel aufgrund meiner beruflichen Spezialisierung eine vertikale Fehlstellung der Augen (leichter Silberblick) erkennen, was für mich ein starker Hinweis auf eine Winkelfehlsichtigkeit war. Deshalb rief ich Frau Kümmel im Mai 2018 an und bat sie nach Berlin zu kommen, was sie auch tat.

Bei meinen Messungen stellte sich schnell heraus, dass Frau Kümmel tatsächlich eine vertikale Winkelfehlsichtigkeit / Heterophorie hat. Kurze Zeit später bekam sie die erste (kostenlose) Prismenbrille von mir, mit der sie sofort deutlich entspannter sehen konnte. Auffällig war zudem, dass sie ihre Augen nicht mehr so zusammenkneifen musste wie zuvor.

Bei der Kontrolle im Dezember 2018 berichtete mir Frau Kümmel, dass sie die Prismenbrille ununterbrochen getragen hat, weil es ihr damit viel besser ging als zuvor. Als ich fragte, was sie damit meint, antwortete sie: „die Attacken sind weniger geworden und nicht mehr so stark“. Außerdem ist der Hintergrundschmerz deutlich geringer.

Im September 2019 kam Frau Kümmel zu einer weiteren Nachkorrektion der Winkelfehlsichtigkeit. Anschließend haben wir ein kurzes Video aufgenommen, in dem sie über ihre Erfahrungen mit Prismenbrillen berichtet hat.

Wenn Sie die beiden Videos vergleichen, fallen dabei zwei Dinge sehr deutlich auf.

  1. In dem Video des SWR trägt Frau Kümmel auch in geschlossenen Räumen immer eine dunkle Sonnenbrille, weil sie damals noch extrem lichtempfindlich war. Dies ist nach der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit schon lange nicht mehr nötig, sie kann im Raum eine Brille mit hellen Gläsern tragen.
  2. Frau Kümmel berichtete mir, dass sie während der Filmaufnahmen des SWR die ganze Zeit große Angst hatte eine Attacke zu erleiden. Um dies zu vermeiden, hat sie ihre Augen ständig stark zusammengekniffen oder ein Auge ganz zugekniffen. Das ist in dem Beitrag des SWR wegen der dunklen Sonnenbrille zwar nur schwer zu erkennen, aber einmal sieht man es ganz deutlich, als sie bei ca. 3 Minuten 40 Sekunden die Sonnenbrille kurz absetzen muss.
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    Das unbewusste Zusammenkneifen der Augen hat Frau Kümmel damals geholfen, weil sie so die noch nicht korrigierte Winkelfehlsichtigkeit besser kompensieren konnte. Dadurch konnte sie das Risiko von Attacken etwas verringern. Das ständige Zusammenkneifen der Augen ist ebenfalls schon lange nicht mehr erforderlich, wie es in meinem Video deutlich zu sehen ist. Frau Kümmel kann mit nicht getönten Brillengläsern beide Augen ganz normal offenhalten.

Im März 2020 teilte mir Frau Kümmel voller Freude mit, dass ich ihr mit den im Herbst 2019 ausgemessenen Prismengläsern erneut helfen konnte. Das heißt, die Beschwerden sind weiter zurückgegangen. Das freut mich jedes Mal genauso wie sie. Ich werde auch in Zukunft intensiv daran arbeiten, die Beschwerden von Frau Kümmel möglichst ganz zu beheben. Clusterkopfschmerzen auf diese Art zu lindern ist natürlich viel arbeitsintensiver als mit Medikamenten – aber doch sehr viel besser! Das sieht Frau Kümmel genauso.

Heute gelingt es mir bei anderen Menschen, den chronischen Clusterkopfschmerz erheblich schneller zu lindern oder ganz zu beheben. Das hat sehr viel mit meinem ständig wachsenden Erfahrungswissen auf diesem Gebiet zu tun. Außerdem hatte Frau Kümmel einen sehr starken Clusterkopfschmerz, was so bei den meisten anderen wohl nicht der Fall ist.   

Leider hat der Bundesverband der Clusterkopfschmerz-Selbsthilfe-Gruppen kein Interesse an meiner Arbeit. Zudem wurden dort im Forum Erfahrungsberichte gelöscht, in denen Betroffene berichtet haben, dass es ihnen mit einer Prismenbrille viel besser geht als zuvor. Einige dieser Berichte finden Sie unter meiner Rubrik Erfahrungsberichte.   

ClusterkopfschmerzenIch kann episodischen Clusterkopfschmerz meistens schon nach kurzer Zeit lindern oder beheben

Bei episodischen Clusterkopfschmerzen gelingt es mir aufgrund meiner fachlichen Spezialisierung heute meistens schon mit der ersten Prismenbrille, die Attacken erheblich zu lindern oder ganz zu beheben. Ich würde das nicht so schreiben, wenn es nicht so wäre!

Menschen, die ihre Episode mit einer Prismenbrille vorzeitig beenden konnten, berichteten anschließend ihren behandelnden Neurologen davon. Dort wurde jedoch gesagt: „Das liegt nicht an der Prismenbrille, Sie befinden sich jetzt einfach nur außerhalb der Episode“.

Hierzu muss ich sagen, dem ist nicht so, denn die Winkelfehlsichtigkeit ist ja nach wie vor vorhanden! Wenn ein solcher Episodiker seine Prismenbrille absetzt, müssen sich seine Augenbewegungsmuskeln sofort zum Ausgleich der dann nicht mehr korrigierten Winkelfehlsichtigkeit verspannen. Diese ruckartige Verspannung der Augenmuskulatur kann auch in einer Ruhephase eine Cluster-Attacke auslösen

Solche Attacken können zuverlässig vermieden werden, wenn sich der Betroffene während des Absetzens der Prismenbrille ein Auge zukneift. Dann „passiert gar nichts“, denn eine Winkelfehlsichtigkeit kann nur im beidäugigem Sehen Clusterkopfschmerzen auslösen. Das funktioniert bei Menschen mit chronischen Clusterkopfschmerzen natürlich genauso. Nach meinen Erfahrungen machen das die meisten Betroffenen schon nach kurzer Zeit automatisch, weil sie merken, dass es hilft – wie z.B. beim Duschen.

Wenn die Clusterkopfschmerzen mit der Prismenbrille nicht mehr vorhanden oder wesentlich geringer sind, können die Medikamente reduziert oder weggelassen werden. Das sage nicht ich, sondern das wurde mir immer wieder von Betroffenen berichtet, die es von sich aus so gemacht haben.

Falls Sie sich gerade in einer Ruhephase befinden und keine Attacken haben, kann ich Sie trotzdem auf Winkelfehlsichtigkeit überprüfen. Wenn ich dann eine Winkelfehlsichtigkeit feststelle, können Sie mit dem Tragen einer Prismenbrille höchstwahrscheinlich weitere Episoden vermeiden. Wenn Sie hierzu Fragen haben, können Sie sich gerne an mich wenden.


Winkelfehlsichtigkeit entsteht durch das latente SchielenClusterkopfschmerzen

Beim latenten Schielen sind die Bewegungsmuskeln der Augen rechts und links nicht exakt gleich lang. Dadurch stehen die Augen nicht ganz parallel (im Volksmund: Silberblick), sodass die Augenmuskeln ständig „arbeiten“ müssen, um die Augen wieder parallel zu stellen. Diese kleinen Längenunterschiede der Augenbewegungsmuskeln können nicht geheilt werden, diese müssen bei Beschwerden mit einer Prismenbrille ausgeglichen werden.

Wenn dies geschieht, entfällt die dauerhafte Anspannung der Augenbewegungsmuskeln und damit die Fehlbelastung des Rollknorpels. Dadurch entfallen nach meinem Lösungsansatz später auch die Cluster-Attacken. Aber Vorsicht, dies funktioniert nur solange, wie die Augenmuskulatur bzw. der Rollknorpel durch das Tragen der Prismenbrille entlastet werden. Wenn dies nicht mehr der Fall ist, ist die Fehlbelastung sofort wieder vorhanden, sodass die Clusterkopfschmerz-Attacken meistens schon nach kurzer Zeit wieder da sind.

Auch Augenärzte berichten in einer Pressemitteilung darüber, dass Kopfschmerz oft vom Auge ausgeht. Der Berufsverband der Augenärzte / BVA erklärt, dass Kopfschmerzen häufig durch eine zu starke oder einseitige Beanspruchung der Augen ausgelöst werden. Im unteren Teil dieser Mitteilung ist zu lesen, dass Kopfschmerzen durch die Verkrampfung der Augenmuskeln bei einem gestörten Augenmuskel-Gleichgewicht / Heterophorie bzw. Winkelfehlsichtigkeit ausgelöst werden können.

Das ist genau das, was auch ich sage. Ein vertikales Augenmuskel-Ungleichgewicht muss jedoch mit Prismen ausgeglichen werden, hierfür reicht die optimale Korrektion der Sehschärfe nicht aus, wie es von Augenärzten gesagt wird.

Bitte lassen Sie mich schon an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich Winkelfehlsichtigkeiten nicht nach der oft kritisierten Mess- und Korrektionsmethodik von H.-J. Haase / MKH korrigiere, sondern mit einer eigenen Korrektionsmethodik. Damit kann ich alle Risiken der MKH (wie z.B. das Ansteigen der Prismenwerte und Operationen) ausschließen. Hierzu später mehr

Administratoren löschen Berichte von Mitgliedern der Selbsthilfegruppen Clusterkopfschmerzen

Ich weiß, dass Menschen, denen ich bei Clusterkopfschmerzen mit einer Prismenbrille helfen konnte, darüber in den Foren der Selbsthilfegruppen berichtet haben. Leider wurden diese Berichte von den Administratoren oft gelöscht, wie zum Beispiel bei Facebook. Deshalb hat sich bei Facebook eine private Gruppe zum Thema Clusterkopfschmerzen und Winkelfehlsichtigkeit gebildet. Die Gruppenleiterin hat mir hierzu folgendes geschrieben:

Wer auf Facebook aktiv ist, ist gerne eingeladen meiner Gruppe beizutreten. Dort habe ich meine Erfahrungen bisher ziemlich ausführlich geschildert.

https://www.facebook.com/groups/2591670911161427/?ref=share

Ansonsten hier die Kurzfassung: Ich leide seit 19 Jahren an CK. Bin jetzt 38 und habe zwei Kleinkinder. Heuer im Frühjahr war für mich die schlimmste aller Episoden. Häufig und heftig. Zudem vertrage ich absolut keine Triptane mehr. Das Einzige was bisher noch irgendwie geholfen hat fiel somit weg. Deswegen habe ich erneut das Internet und sämtliche Foren durchsucht, was helfen könnte. Durch Zufall bin ich auf die Seite von Herrn Peschlow gestoßen. Ich war äußerst skeptisch. Aber neugierig, da alles was ich gelesen hab so schlüssig war. Meine Mutter hat mir angeboten sich das Wochenende um die Kinder zu kümmern. So fuhren mein Mann und ich die gut 500km nach Berlin. Ich hatte ja nichts zu verlieren. Und wirklich. Ich habe nicht verloren, es war ein Gewinn. 2 Wochen nach dem Besuch bekam ich die Brille per Post. Trage sie seitdem ständig. Ich habe seitdem keine Attacken mehr. Viel seltener Kopfschmerzen. Nackenverspannungen weg. Höhenangst deutlich besser. Ich bin so froh es probiert zu haben und Herrn Peschlow sehr dankbar.

Ich hoffe, dass Herrn Peschlow irgendwann noch Gehör geschenkt wird und er seine Messmethode weitergeben kann und auch der Zusammenhang zu Clusterkopfschmerzen nachgewiesen werden kann.

Dieses Engagement bzw. diese geschlossene Gruppe finde ich sehr gut – möchte aber Betroffenen die Möglichkeit geben, sich auch öffentlich über ihre Erfahrungen auszutauschen. Deshalb habe ich am 16.11.20 auch ein Forum auf meiner Seite gegründet, in dem Menschen frei darüber berichten können, ob und wie eine Prismenbrille bei Clusterkopfschmerzen geholfen hat.

Anschließend möchte ich nun auf die „Begründungen“ eingehen, mit denen Administratoren in den Selbsthilfegruppen Erfahrungsberichte über Prismenbrillen gelöscht haben. Da die Verfasser dieser Berichte dem kaum etwas fachlich entgegensetzen konnten, habe ich anschließend auf die einzelnen Punkte geantwortet.

  1. „Werbung für nicht zugelassene Behandlungen wird gelöscht.“
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    Mitglieder von Selbsthilfegruppen würden Werbung betreiben, wenn etwas verkauft werden soll. Diese Menschen wollen jedoch nichts verkaufen, sondern andere Menschen darüber informieren, was ihnen geholfen hat! Wenn ich das richtig sehe, ist das der Sinn und Zweck einer Selbsthilfegruppe.
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    Der Bundesverband der Clusterkopfschmerz-Selbsthilfe-Gruppen empfiehlt Betroffenen die Muskelentspannung nach Jacobson. Hierbei sollen unter anderem auch die Augen zusammengekniffen und wieder entspannt werden.
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    Wenn die Muskelentspannung als hilfreich empfohlen wird, ist das genau der Punkt, an dem ich ansetze. Ich ermögliche es Betroffenen, die Muskeln hinter den Augen zu entspannen. Das haben alle Menschen mit Clusterkopfschmerzen sofort als sehr angenehm empfunden. In der Folgezeit gingen dadurch die Clusterkopfschmerzen zurück oder waren ganz weg. Warum dürfen diese Menschen dann nicht in den Selbsthilfegruppen über ihre positiven Erfahrungen berichten?
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    Wäre dies nicht von allergrößter Wichtigkeit, damit mehr Betroffenen ohne Medikamente ebenso geholfen werden kann?
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  2. „Das Tragen einer Prismenbrille ist gefährlich, weil sich die Prismenwerte verschlechtern“
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    Die Prismenwerte könnten sich verschlechtern, aber nur dann, wenn die Winkelfehlsichtigkeit nach MKH von H.-J. Haase korrigiert wird. Deshalb halte ich diese Messmethodik für falsch und wende sie schon seit 30 Jahren nicht mehr an!
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    Ich korrigiere Winkelfehlsichtigkeiten immer mit meiner eigenen Messmethodik und kann damit das Ansteigen der Prismenwerte zeitlich unbegrenzt ausschließen. Das gilt natürlich auch bei Menschen mit Clusterkopfschmerzen.
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    Im Gegensatz zur MKH korrigiere ich nie die ganze Winkelfehlsichtigkeit, sondern immer nur den Teil, der vom Betroffenen nicht mehr kompensiert werden kann.
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    Bei allen Menschen mit Clusterkopfschmerzen lagen meine Prismenwerte dauerhaft unter 1,50 Prismendioptrien. Bei so niedrigen Prismenwerten ist eine Augenmuskeloperation völlig ausgeschlossen. Operiert werden Winkelfehlsichtigkeiten ab 25-30 Prismendioptrien. Dies ist gegenüber meinen maximalen Prismenkorrektionen der zwanzigfache Wert!
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    Deshalb sind meine Prismenbrillen für Menschen mit Clusterkopfschmerzen absolut ungefährlich! Sie können ohne jede Angst prüfen, ob ich Ihre Beschwerden mit einer Prismenbrille lindern oder beheben kann.
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    Ich bin sehr gerne bereit, für meine Aussage in einer Studie den Nachweis zu erbringen. Wenn Sie Mitglied einer Selbsthilfegruppe sind, würde ich mich freuen, wenn Sie Ihre Administratoren hierüber informieren. Ich werde alle Probanden kostenlos versorgen.
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  3. „Es ist nicht in einer Studie bewiesen, dass Clusterkopfschmerzen mit einer Prismenbrille behoben werden können“
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    Das stimmt, aber ich konnte schon vielen Betroffenen mit einer Prismenbrille zu Beschwerdefreiheit verhelfen und die sagen, wer hilft hat Recht.
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    Um dies auch Neurologen zu zeigen, bin ich gerne bereit, 50 Menschen mit Clusterkopfschmerzen im Rahmen einer Studie kostenlos zu versorgen. Dann können interessierte Neurologen prüfen, ob diesen mit einer Prismenbrille geholfen werden kann. So Betroffene werden sicher sagen können, ob sie noch Clusterkopfschmerz-Attacken haben oder nicht.
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    Leider haben Neurologen an einer solchen Studie kein Interesse. Sie wollen sich nur nach dem richten, was schon in einer Studie bewiesen worden ist.
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    Hierzu möchte ich folgendes sagen: „Wissenschaft“ bedeutet „Wissen schaffen“.
    Wenn ich Menschen mit einer Prismenbrille helfen konnte, hat das die zuvor behandelnden Neurologen nie interessiert. Mit diesem Desinteresse kann kein neues Wissen geschaffen – und das Leiden der Betroffenen nicht gemindert werden.
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  4. „Ich kann die Diagnose Clusterkopfschmerz gar nicht stellen“
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    Das stimmt natürlich, aber alle Betroffenen, die bis jetzt wegen Clusterkopfschmerzen zu mir kamen, erhielten die entsprechende Diagnose entweder in einer Schmerzklinik oder von einem anerkannten Neurologen für Clusterkopfschmerzen.
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  5. „Augenmuskeln können keine Clusterkopfschmerzen auslösen“
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    Das sage ich auch nicht. Ich sage, dass durch dauerhaft angespannte Augenmuskeln eine permanente Fehlbelastung im Augenbewegungsapparat entstehen kann, die zu einer Entzündung führt. Eine Entzündung hinter dem schmerzenden Auge wird von Neurologen als Ursache von Clusterkopfschmerzen vermutet.
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  6. „Die meisten Winkelfehlsichtigkeiten können mit einer geeigneten Sehstärken-Korrektur behoben werden“
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    Das stimmt, aber das gilt nur für horizontale und nicht für die kleinen vertikalen Winkelfehlsichtigkeiten! Diese können nur mit einer Prismenbrille korrigiert werden, da kein Mensch seine Augen vertikal geradestellen kann. Alle Menschen, denen ich bei Clusterkopfschmerzen mit einer Prismenbrille helfen konnte, hatten eine minimale vertikale Winkelfehlsichtigkeit, die aber äußerst exakt korrigiert werden musste.
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  7. „Winkelfehlsichtigkeit gibt es gar nicht“
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    Winkelfehlsichtigkeit ist ein für den Laien verständlicher Begriff für den Fachbegriff Heterophorie. Winkelfehlsichtigkeit und Heterophorie beschreiben ein und dieselbe binokulare Fehlsichtigkeit, ursächlich ist das latente Schielen. Dass es Heterophorien gibt, die Kopfschmerzen auslösen, wird auch von Augenärzten nicht bestritten. Wenn das latente Schielen vom Betroffenen nicht mehr kompensiert werden kann, müssen die Augenmuskeln mit einer Prismenbrille entlastet werden.
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  8. „Clusterkopfschmerz und Winkelfehlsichtigkeit haben nichts miteinander zu tun“
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    Hierzu sollte man die Betroffenen befragen, die schon eine Prismenbrille haben, denn diese werden etwas ganz anderes sagen! Manche erleiden schon beim Absetzen der Prismenbrille eine Attacke. Das zeigt extrem deutlich, wie eng der Zusammenhang zwischen Clusterkopfschmerzen und Winkelfehlsichtigkeit ist!
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    Sehr gerne würde ich Ärzten, die diesen engen Zusammenhang bestreiten, entsprechende Kontakte zu Betroffenen vermitteln.
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  9. „Ich gebe Hilfe-Versprechen, betreibe Werbung und Geldschneiderei“
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    Um dieses „Argument“ von Anfang an zu entkräften, habe ich alle Betroffenen immer kostenlos versorgt. Werbung betreibt man, wenn man etwas verkaufen will. Ich möchte nichts verkaufen, sondern auf einen großen Trigger von Clusterkopfschmerzen aufmerksam machen. Außerdem verspreche ich nichts, sondern sage: probieren Sie es aus, Ihnen könnte mit einer Prismenbrille geholfen werden. Sie gehen kein Risiko ein, bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.

Vielleicht haben Sie noch andere Aussagen von Administratoren erhalten, durch die Sie verunsichert worden sind. Wenn dies so ist, können Sie mir diese gerne übermitteln, ich werde Ihnen eine schlüssige Antwort geben können.

Da die Administratoren ihren eigenen Mitgliedern nicht glauben, dass ihnen eine Prismenbrille hilft und deren Beiträge in den Foren löschen, möchte ich mich anschließend mit diesen Fragen an die Administratoren wenden:

  1. Sollte es in einer Selbsthilfegruppe nicht möglich sein, dass jedes Mitglied nach bestem Wissen und Gewissen unzensiert berichten darf, was ihm / ihr geholfen hat?
  2. Warum löschen Sie deren Beiträge und warum wird Mitgliedern bei Treffen in den Selbsthilfegruppen verboten, über ihre Erfahrungen mit Prismenbrillen zu berichten?
  3. Wollen Sie verhindern, dass mehr Menschen von dieser Möglichkeit Clusterkopfschmerzen zu lindern oder zu beheben, erfahren? Wollen Sie verhindern, dass sich mehr Menschen ein eigenes Urteil bilden, was ihnen hilft und was nicht?
  4. Warum interessieren Sie sich im Sinne der Ursachenfindung von Clusterkopfschmerzen nicht dafür, ob Menschen mit einer Prismenbrille geholfen werden kann?
  5. Wie schon mehrmals gesagt, bin ich sehr gerne bereit, alle meine zuvor gemachten Aussagen in einer Studie nachzuweisen. Wäre es denn nicht von allergrößter Wichtigkeit, in einer Studie zu prüfen, ob Menschen mit Clusterkopfschmerzen auch ohne Medikamente geholfen werden kann?

Ich habe oft versucht, mit den Administratoren von Selbsthilfegruppen in diesem Sinne Kontakt aufzunehmen, leider ohne Erfolg. So bin ich im Jahr 2018 auch zu Cluster-Kopfschmerz Patientenseminar in Neuenhagen (bei Berlin) gegangen und habe dort mit Dr. Harald Müller über meine Arbeit gesprochen. Dieser fragte mich dann, ob ich meine Aussagen mit einer Studie nachweisen kann. Das konnte ich natürlich nicht, denn eine solche Studie kann ich nicht alleine durchführen. Hierfür bräuchte ich die Unterstützung von interessierten Menschen. Solche Menschen hoffe ich zu finden.

Abschließend möchte ich noch etwas über Menschen mit Clusterkopfschmerzen sagen. Sie können sich vielleicht vorstellen, wie glücklich diese Menschen sind, wenn sie mit einer Prismenbrille beschwerdefrei geworden sind. Alle sagten, dass sie so ein großes Stück Lebensqualität zurückbekommen haben. Oft konnten alle zuvor eingenommen Medikamente weggelassen werden. Auch hierfür möchte ich in einer Studie den Nachweis erbringen.

Der einzige Nachteil ist aus meiner Sicht, dass Betroffene die Prismenbrille immer tragen müssen. Wenn dies nicht geschieht, verkrampft sich die Augenmuskulatur, was erneut zu Clusterkopfschmerzen führen würde.

ClusterkopfschmerzenWenn Sie Clusterkopfschmerzen haben, versorge ich Sie kostenlos.

Das Korrigieren der Winkelfehlsichtigkeit, eine Fassung aus dem Standardprogramm und die Prismengläser für die Ferne und ggf. auch für die Nähe sind kostenlos. Es entstehen für Sie keine Kosten. Wenn später Gläser gewechselt werden müssen, ist auch das komplett kostenlos.

Ich bitte jedoch um Verständnis, dass ich die Dioptrienwerte für die kostenlose Versorgung auf +/- 6,00 Dioptrien begrenzen muss. Wenn Sie höhere Dioptrienwerte haben, werden wir eine günstige Lösung finden. Genauso ist es, wenn Sie später eine zusätzliche Gleitsichtbrille, Sonnenbrille etc. haben möchten.

Vermutlich fragen Sie sich jetzt, warum ich das mache, das ist doch unwirtschaftlich, wo ist der Haken? Auch wenn Sie es nicht glauben, es gibt keinen Haken, ich mache das für die Ursachenfindung von Clusterkopfschmerzen sehr gerne!

Ich möchte auf eine mögliche Ursache von Clusterkopfschmerzen aufmerksam machen und sehe hier eine große Chance, vielen Betroffenen ohne Medikamente zu helfen.

Bei Menschen mit Spannungskopfschmerzen und Migräne gelingt mir dies schon seit 30 Jahren, so Betroffene kommen wegen meiner Garantie für den Korrektionserfolg aus ganz Deutschland und dem Ausland zu mir. Bitte beachten Sie hierzu meine anderen Internetseiten.

Bitte beachten Sie auch, dass der MDR wegen meiner fachlichen Spezialisierung in der Sendung „Hauptsache gesundüber mich berichten wollte. Diese Sendung ist wegen der Corona-Krise ausgesetzt worden.

Ich kann aufgrund meiner beruflichen Spezialisierung bei den meisten Menschen schon anhand der Augenstellung erkennen, ob eine Winkelfehlsichtigkeit (kleiner Silberblick z.B. Claus Kleber) vorhanden ist. Falls Sie das interessiert, könnten Sie mir für eine solche Vorprüfung ein kleines Foto schicken. Wenn ich hier eine vertikale Fehlstellung der Augen sehe, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich Ihnen helfen kann.

Wenn dies so ist und es Ihnen mit einer Prismenbrille besser geht als zuvor, könnten Sie anderen Betroffenen oder in Ihrer Selbsthilfegruppe davon berichten. Das könnte weitere Menschen mit Clusterkopfschmerzen ermutigen, ebenfalls zu mir zu kommen.

Vielleicht könnten diese Berichte auch dazu beitragen, dass Winkelfehlsichtigkeit als mögliche Ursache von Clusterkopfschmerzen nicht mehr länger von Neurologen ignoriert wird. Menschen mit Clusterkopfschmerzen sagen mir hierzu, dass Neurologen das gar nicht wissen wollen. Das sagten mir auch selbst betroffene Ärzte, die zuvor „nur“ unter Migräne litten. Ich glaube das, möchte mich aber nicht damit abfinden – denn mit dieser Einstellung kann es keinen Fortschritt bei der Ursachenfindung von Clusterkopfschmerzen geben. 

Bitte beachten Sie, dass sich die Winkelfehlsichtigkeit in Einzelfällen beim Tragen der Prismenbrille etwas verändern könnte. Das könnte dazu führen, dass wieder Attacken auftreten, wobei diese jetzt aber viel schwächer sind als zuvor! In einem solchen Fall sollten wir darüber sprechen und einen zeitnahen Kontrolltermin vereinbaren.

Wenn Sie Interesse an meiner Arbeit haben, können Sie gerne anrufen oder per E-Mail einen Termin vereinbaren. Falls Sie Fragen haben, können wir diese vorab klären. Beim Termin werde ich Ihre Augen nach einem Beratungsgespräch auf Winkelfehlsichtigkeit überprüfen. Hierzu möchte ich anmerken, dass ich bis jetzt bei allen Menschen mit Clusterkopfschmerzen eine minimale vertikale Winkelfehlsichtigkeit feststellen konnte. Das ist auch für mich erstaunlich, damit hatte ich nicht gerechnet. Den meisten so Betroffenen konnte ich mit einer Prismenbrille helfen.

Ich sage nicht, dass ich allen Menschen mit Clusterkopfschmerzen helfen kann, aber es werden immer mehr! Hier spielt mein Erfahrungswissen eine große Rolle, das heißt, wie die Winkelfehlsichtigkeit bei Clusterkopfschmerzen korrigiert werden muss.

Wenn Sie eine Winkelfehlsichtigkeit haben, werden Sie schon beim Ausmessen merken, wie sich die Bereiche hinter dem schmerzenden Auge entspannen. Dieser Entspannungsprozess der Augenmuskeln soll sich dann beim Tragen der Prismenbrille fortsetzen, sodass die Clusterkopfschmerz-Attacken langsam abnehmen oder ganz verschwinden.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich melden, denn ich freue mich genauso wie Sie, wenn wir Ihre Clusterkopfschmerzen ohne Medikamente lindern oder beheben können.

Jürgen Peschlow, staatl. gepr. Augenoptiker / Optometrist

Tel. 030 882 44 42
E-Mail: info@richtig-sehen.de

Ich erhalte öfters Mails von Menschen, die von mir eine Prismenbrille erhalten haben. Diese Informationen sind für mich sehr hilfreich, denn so kann ich besser einschätzen, ob eine Kontrolle der Winkelfehlsichtigkeit erforderlich ist. Vor kurzem erhielt eine Mail, die ich so schön fand, dass ich sie hier veröffentlichen möchte. Ich habe den Text eins zu eins übernommen. 

Guten Tag Herr Peschlow, 

nach nun etwas mehr als einer Woche wollte ich mich nochmal melden wie der aktuelle Stand der Dinge ist. Es gibt positives und auch, mehr oder weniger, negatives zu berichten. 

Das „Negative“ zuerst.
Ich habe leider wieder vereinzelt Cluster-Attacken. 

Das Positive an der Sache: 
Die Attacken sind so leicht, dass sie auf der Schmerzskala maximal eine 2-3 erreichen.

Zuvor lag der Wert bei mindestens 7-9 bei jeder Attacke. Also hat die Intensität stark abgenommen, was mich sehr freut und mir gerade jetzt in der Zeit mit einem Neugeborenen sehr zugute kommt.

Weiterhin fühlen sich meine Augen dennoch sehr entspannt an. Gestern wagte ich den Versuch angeln zu gehen. Vor der Prismenbrille hatte ich in der Nacht dann beinahe stündlich eine Attacke. Gestern Nacht hatte ich eine einzige Attacke, die aber kaum der Rede wert war. 

Dazu muss ich auch noch sagen, dass ich sämtliche Medikamente komplett abgesetzt habe. Das zeigt mir umso mehr, dass die Brille wirklich etwas bewirkt und wir auf dem richtigen Weg in ein Leben ohne Cluster-Kopfschmerzen sind.

Noch merke ich keinen Druck oder Ähnliches in bzw. hinter den Augen. Sobald sich etwas verändert, melde ich mich umgehend bei Ihnen.

Das war alles, was ich bisher berichten konnte.

Mein Fazit:
Ich bin nach wie vor äußerst zufrieden und vor allem glücklich. Man sollte Ihren Kopf auf Münzen prägen für diese super Leistung!

Ich wünsche Ihnen alles Gute und vor allem in dieser Zeit viel Gesundheit!

Mit freundlichem Gruß
Domenik L.

ClusterkopfschmerzenTest auf Winkelfehlsichtigkeit / Heterophorie bei Clusterkopfschmerzen

Bei Clusterkopfschmerzen haben Betroffene oft nur wenig oder gar keine Anstrengungsbeschwerden, die sonst für eine Winkelfehlsichtigkeit typisch sind. Diese Menschen haben meist auch keine Sehprobleme, weshalb der Test auf Winkelfehlsichtigkeit in der Regel kein Ergebnis bringt. Bei so Betroffenen muss ich messtechnisch prüfen, ob eine Winkelfehlsichtigkeit vorhanden ist.

Wenn Sie Clusterkopfschmerzen und Migräne haben und evtl. auch unter Nackenverspannung, Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit, Schwindel oder Übelkeit leiden, können Sie den Test auf Winkelfehlsichtigkeit machen. Wenn sich diese Beschwerden beim Abdecken des „Clusterkopfschmerz-Auges“ verringern, ist deren Ursache höchstwahrscheinlich die permanente Verkrampfung der Augenmuskulatur. In diesem Fall kann ich Ihnen mit der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit bzw. mit einer Prismenbrille helfen. 

Hinweis: die meisten Menschen, die wegen Clusterkopfschmerzen oder Migräne zu mir gekommen sind, waren zuvor bei einem Augenarzt oder einem Augenoptiker / Optometristen. Dort wurden die minimalen Winkelfehlsichtigkeiten jedoch nicht erkannt bzw. nicht richtig ausgemessen.


Clusterkopfschmerzen
Eine Kopfschräghaltung könnte Ihre Clusterkopfschmerzen verringern 

Ich weiß, dass Betroffene ihren Clusterkopfschmerz mit einer ständigen Kopfschräghaltung verringern konnten. Das können Sie auch ausprobieren.

Bei einer vertikalen Winkelfehlsichtigkeit stehen beide Augen nicht exakt gleichhoch. Um dies zu prüfen, müsste Ihnen eine andere Person aus ca. 2 Meter Entfernung für einige Minuten in die Augen sehen und dabei die Stellung Ihrer Augen genau beobachten. Welches Auge weicht dann etwas nach oben bzw. nach unten ab. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Das linke Auge steht etwas höher als das rechte Auge. In diesem Fall müssten Sie Ihren Kopf für einige Tage ständig zur rechten Schulter neigen.
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  2. Das rechte Auge steht etwas höher als das linke Auge. Dann müssten Sie Ihren Kopf zur linken Schulter neigen. (jeweils ca. 10 – 15 Grad)

Mit der Kopfschräghaltung können Sie eine mögliche Winkelfehlsichtigkeit besser kompensieren. Dies könnte zunächst bewirken, dass sich Ihre Kiefer- und Nackenmuskeln entspannen, da diese Muskelgruppen anatomisch eng mit der Augenmuskulatur verbunden sind.

Wenn die oben empfohlene Kopfschräghaltung keine Erleichterung gebracht hat, neigen Sie den Kopf bitte anschließend zur anderen Schulter. (dann war die Fehlstellung der Augen anders, als zuvor beobachtet)

Wenn Sie eine Winkelfehlsichtigkeit haben, entspannt die richtige Kopfschräghaltung im weiteren Verlauf die Muskulatur hinter dem Cluster-Auge. Das würden Sie z.B. daran bemerken, dass der Druck hinter diesem Auge abnimmt.

Dies könnte nach einigen Tagen dazu führen, dass die Clusterkopfschmerz-Attacken weniger werden und in der Intensität schwächer sind als zuvor.

Falls die Kopfschräghaltung Ihren Clusterkopfschmerz vermindert, haben Sie eine Winkelfehlsichtigkeit, die korrigiert werden müsste. Mit dem Tragen einer Prismenbrille kann die Kopfschräghaltung entfallen. 

Manchen Betroffenen hat es auch geholfen, sich das schmerzende Auge bei den ersten Anzeichen einer Attacke mit einer Augenklappe etc. abzudecken. Beim Abdecken des Cluster-Auges können sich die dahinter befindlichen Augenbewegungsmuskeln ebenfalls entspannen, wodurch Attacken gemildert oder vermieden werden könnten.

ClusterkopfschmerzenDer enge Zusammenhang zwischen Winkelfehlsichtigkeit und Clusterkopfschmerz-Attacken

Dieser enge Zusammenhang wurde mir zum ersten Mal drastisch vor Augen geführt, als ich Frau Kümmel (in dem oben geschilderten Fall) nach der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit die Messbrille absetzte. Kurze Zeit später (30 Sekunden) bekam sie dadurch eine Clusterkopfschmerz-Attacke. Später habe ich das manchmal auch bei anderen Chronikern so erlebt.

Wenn das Absetzen der Prismenbrille (bei einigen Menschen, aber nicht bei allen!) eine Attacke auslösen kann, ist aus meiner Sicht und auch aus der Sicht dieser Betroffenen völlig klar, was die Attacke ausgelöst hat. Der Auslöser war die Augenmuskulatur, die sich beim Absetzen der Prismenbrille schlagartig zur Kompensation der dann nicht mehr korrigierten Winkelfehlsichtigkeit verspannen musste.

Hierzu möchte ich noch einmal anmerken, dass solche Attacken im Alltag zuverlässig ausgeschlossen werden können, wenn sich der / die Betroffene beim Absetzen der Prismenbrille (z.B. beim Duschen) das Cluster-Auge zukneift. Dann passiert gar nichts, denn eine Winkelfehlsichtigkeit kann nur im beidäugigen Sehen Attacken auslösen! An das „schützende Zukneifen“ haben sich Betroffene schnell gewöhnt und machen das schon nach kurzer Zeit meistens „automatisch“. Wenn die Augenmuskulatur so dauerhaft entspannt bleibt, werden die Clusterkopfschmerzen langsam abklingen oder sogar ganz verschwinden.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch folgenden Fakt: während und nach einer Attacke senkt sich das Augenlid des schmerzenden Auges. Dieses „natürliche Abdecken“ des Cluster-Auges könnte sich in der Evolution als „nützlich“ erwiesen haben, weil so der Leidensdruck bei der Attacke gemindert wird.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum das latente Schielen / Winkelfehlsichtigkeit nicht schon viel früher als mögliche Ursache von Clusterkopfschmerzen in Betracht gezogen worden ist. Dazu möchte ich folgendes sagen: Ärzte suchen bei Clusterkopfschmerzen und Migräne hauptsächlich nach Krankheiten, finden aber keine. Da das latente Schielen keine Krankheit ist, wird es als Ursache nicht wahrgenommen.

Für eine Winkelfehlsichtigkeit als möglichen Auslöser von Clusterkopfschmerzen spricht auch Folgendes: bei allen Betroffenen, denen ich bis jetzt helfen konnte, wurden die Clusterkopfschmerzen durch eine vertikale Winkelfehlsichtigkeit ausgelöst. Dabei war das Auge mit der vertikalen Fehlstellung (minimaler Silberblick) immer auch das Clusterkopfschmerz-Auge!

Dies lässt sich schlüssig erklären: bei dem abweichenden / schmerzenden Auge werden der obere schräge Augenmuskel und der zugehörige Rollknorpel dauerhaft kompensatorisch belastet. Durch diese Überlastung könnte sich der Rollknorpel entzünden und in der Folge zur Ursache von Clusterkopfschmerz-Attacken werden.

Dafür spricht, dass viele Betroffene Clusterkopfschmerzen als stechend oder bohrend beschreiben – als wenn ein Dorn oder Messer von hinten ins Auge gestochen wird. Das deutet darauf hin, dass dieser Schmerz an einem räumlich eng begrenzten Ort hinter dem Auge entsteht und dann weiter ausstrahlt.

ClusterkopfschmerzenKann dieser Ort der entzündete / angeschwollene Rollknorpel über dem Auge sein, in dem sich die Sehne bei Augenbewegungen nicht mehr frei bewegen kann? Durch die so entstehende Reibung könnten im Rollknorpel so starke Nervenimpulse entstehen, dass diese als Cluster-Attacken wahrgenommen werden. Da die Augenbewegungen im REM-Schlaf besonders schnell und ruckartig sind, könnte dies erklären, warum die Nervenimpulse / Attacken nachts noch stärker sind als am Tage.

Wenn Sie als Neurologe oder Schmerztherapeut diesen Auslöser von Clusterkopfschmerzen auch für möglich halten, würde ich mich freuen, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Vielleicht können wir so einer möglichen Ursache von Clusterkopfschmerz noch etwas näherkommen.


Warum löst eine Winkelfehlsichtigkeit in Clusterkopfschmerzender 
Remissionsphase keine Clusterkopfschmerz-Attacken aus?

Diese berechtigte Frage lässt sich aus meiner Sicht schlüssig beantworten. Alle Menschen, denen ich bis jetzt bei Clusterkopfschmerzen mit einer Prismenbrille helfen konnte, hatten eine vertikale Winkelfehlsichtigkeit. Bei jeder vertikalen Winkelfehlsichtigkeit steht der obere schräge Augenbewegungsmuskel unter einer dauerhaften kompensatorischen Zugbelastung. Dadurch können in der Trochlea so viel Druck und Reibung entstehen, dass sich diese entzündet. Wie zuvor schon ausführlich dargestellt, hat die Trochlea (Rollknorpel) im Augenbewegungsapparat die Funktion und den Aufbau einer Sehnenscheide. Bitte lesen Sie hierzu bei Wikipedia den Abschnitt über Funktionsstörungen.

Im Herbst und im Frühjahr können Winkelfehlsichtigkeiten generell schlechter kompensiert werden, weil dann die Abwehrkräfte und die Physis des Körpers geschwächt sind.

  1. Im Herbst entstehen Kopfschmerzen oft durch Erkältungen, weil dadurch Entzündungsreaktionen im Bereich von Nase und Nasennebenhöhlen entstehen.
  2. Im Frühjahr leiden viele Menschen unter Pollenallergien bzw. Heuschnupfen, was ebenso dazu führt, dass Nase und Nasennebenhöhlen entzündet sind. Zudem können auch im Frühjahr vermehrt Schnupfen und Erkältungen auftreten und zu Entzündungen führen.  

Da sich der Rollknorpel dort direkt am Nasenbein befindet, können sich diese Entzündungen wahrscheinlich auf den Rollknorpel übertragen. Das könnte eine Episode begünstigen oder auslösen.   

Wenn dann die Winkelfehlsichtigkeit nach mehreren Wochen wieder besser kompensiert werden kann, kann die Entzündung in der Trochlea langsam abheilen. Das ist genauso wie bei jeder anderen Sehnenscheidenentzündung, bei der die Fehlbelastung verringert ist. Wenn die Trochlea nicht mehr entzündet ist, kann die Sehne des durchlaufenden schrägen Augenmuskels dort auch keine Reibung / Attacken auslösen – obwohl die Winkelfehlsichtigkeit natürlich immer noch vorhanden ist.

Betroffene haben mir hierzu folgendes berichtet: In der Remissionsphase entsteht beim Absetzen der Prismenbrille sofort ein unangenehmes Druckgefühl hinter dem Cluster-Auge, auch wenn dies meistens keine Attacke auslöst. Diese Menschen sagten, sie hätten es vorher gar nicht anders gekannt, weil das leichte Druckgefühl immer da war.

Das heißt, Betroffene können dieses Druckgefühl in der Remissionsphase erst dann wahrnehmen, wenn die Winkelfehlsichtigkeit beim Absetzen der Prismenbrille nicht mehr korrigiert ist. Das war bei allen so Betroffenen schon nach dem ersten Ausmessen der Winkelfehlsichtigkeit und dem anschließenden Absetzen der Messbrille ganz deutlich der Fall!

Wenn Sie Clusterkopfschmerzen und eine Winkelfehlsichtigkeit haben, werden auch Sie diesen Unterschied zwischen Be- und Entlastung des Cluster-Auges beim Ab- und Aufsetzen der Prismenbrille ganz deutlich spüren.

Erst wenn die Sehnenscheidenentzündung der Trochlea chronisch geworden ist, löst eine vertikale Winkelfehlsichtigkeit dauerhaft Clusterkopfschmerzen aus.

Warum haben viele Frauen in der ClusterkopfschmerzenSchwangerschaft keine Clusterkopfschmerzen?

In diesem Forum berichten Frauen darüber, dass ihre Migräne in der Schwangerschaft weg war. Nach der Geburt seien die Kopfschmerzen jedoch wieder da gewesen. Auch mir wurde davon berichtet.

Dieser Fakt wird auch vom
Bundesverband der Clusterkopfschmerz-Selbsthilfe-Gruppen (CSG) bestätigt, wo in einer PDF-Datei im Punkt 20 folgendes zu lesen ist:

Immer wieder hört man auch, dass während der Schwangerschaft die Aktivitäten des Clusterkopfschmerzes aufhören – aber darauf ist leider nicht unbedingt Verlass. Trotz aller Widrigkeiten sollte die Familienplanung nicht vom Clusterkopfschmerz dominiert werden!

Die Schmerzklinik Kiel schreibt unter der Überschrift „Schwangerschaft lindert Migräne“ hierzu folgendes:

Die Ursache für die zum Teil spektakuläre Verbesserung der Migräne während der Schwangerschaft ist bisher völlig offen. Allerdings werden verschiedene Hypothesen diskutiert. Zunächst wird angenommen, dass die erhöhten Konzentrationen von Östrogen und Progesteron und deren konstante Spiegel während der Schwangerschaft die Basis für die Verbesserung sind.

Dies wäre auch aus meiner Sicht schlüssig, denn Hormone wie Progesteron wirken in der Schwangerschaft entzündungshemmend. Das wirkt sich auch auf den Rollknorpel über dem schmerzenden Auge positiv aus, sodass die vertikale Winkelfehlsichtigkeit besser kompensiert werden kann.

Wenn die Gelenkschleimhaut des Rollknorpels nicht mehr entzündet ist, kann die Sehne des schrägen Augenbewegungsmuskels reibungslos hindurchgleiten. Dadurch entfallen nach meinem Lösungsansatz die reibungsbedingten Nervenimpulse bei Blickbewegungen, die vom Betroffenen als Clusterkopfschmerz-Attacken wahrgenommen werden. Im obigen Link wird darauf hingewiesen, dass sich in der Gelenkschleimhaut sehr viele Nervenfasern befinden, die bei Entzündungen eine hohe Schmerzempfindlichkeit haben.

Bitte bedenken Sie, dass sich diese Entzündung direkt über dem Cluster-Kopfschmerz-Auge bzw. direkt unter dem Gehirn befindet.

Nach der Geburt fällt der Hormonspiegel wieder stark ab, sodass auch die schützenden Wirkungen entfallen. Da die Fehlbelastung der Winkelfehlsichtigkeit nach wie vor vorhanden ist, kann sich der Rollknorpel nun erneut entzünden und durch Reibung der Sehne Attacken auslösen. Das ist aus meiner Sicht das gleiche, als wenn das entzündungshemmende Kortison abgesetzt wird.

Warum wechselt der Cluster-Kopfschmerz bei Clusterkopfschmerzenwenigen Menschen die Seite?

Ganz einfach, weil die vertikale Fehlstellung (Winkelfehlsichtigkeit) von dem schmerzenden Auge auf das andere Auge übergegangen ist. Das heißt, wenn zuvor z.B. das linke Auge von der Parallelstellung etwas nach oben abwich, weicht nun das rechte Auge nach oben ab. Das kommt zwar selten vor, aber es kann vorkommen.

Zu mir kam ein junger Mann, der über wechselnden Clusterkopfschmerz klagte. Bei ihm war das Wechseln der vertikalen Fehlstellung seiner Augen deutlich zu erkennen. Meistens wich sein linkes Auge etwas nach oben ab, aber manchmal wanderte auch sein rechtes Auge etwas nach oben. Dies ist kein Schielen, sondern ein latentes Schielen, das auch als verstecktes Schielen bezeichnet wird. Das heißt, man sieht es von außen kaum, aber mit etwas Übung kann auch ein Laie erkennen, welches Auge von der Parallelstellung nach oben oder unten abweicht. Das ist das durch die vertikale Fehlstellung / Winkelfehlsichtigkeit belastete Auge.

Das Wechseln der vertikalen Fehlstellung und das anschließende Wechseln des Clusterkopfschmerzes ist aus meiner Sicht ein weiteres wichtiges Indiz dafür, wo die Ursache von Cluster-Kopfschmerzen zu finden ist – nämlich in einer vertikalen Abweichung des schmerzenden Auges.

ClusterkopfschmerzenIch möchte meine Aussagen über Clusterkopfschmerzen
in einer Studie nachweisen

Natürlich ist das, was ich sage, nicht wissenschaftlich bewiesen, aber deshalb muss es ja nicht falsch sein! Ich konnte Menschen mit episodischen Clusterkopfschmerzen zu Beschwerdefreiheit verhelfen und chronische Clusterkopfschmerzen lindern. Dafür möchte ich in einer Studie den Beweis erbringen. Im Rahmen einer solchen Studie werde ich alle Probanden (z.B. 50) kostenlos versorgen. Da ich eine wissenschaftliche Studie nicht alleine durchführen kann, suche ich hierfür die fachliche Unterstützung eines interessierten Neurologen.

ClusterkopfschmerzenIch korrigiere Winkelfehlsichtigkeiten nicht nach MKH, sondern mit einer eigenen Messmethodik

Ich korrigiere Winkelfehlsichtigkeiten / Heterophorien nicht nach MKH von H.-J. Haase, sondern mit einer eigenen Messmethodik. Mit dieser Korrektionsmethodik kann ich die Prismenwerte gering halten und somit Augenmuskeloperationen zeitlich unbegrenzt ausschließen.

Dies gilt natürlich auch für Menschen mit Clusterkopfschmerzen! Deshalb darf die (berechtigte) Kritik an MKH-Prismenbrillen nicht verallgemeinert und auf alle Prismenbrillen bezogen werden.

Bei meinen Prismenkorrektionen liegt das Gesamtprisma meistens unter 1,50 Prismendioptrien und nur selten etwas darüber. Diese schwachen Prismenwerte reichen, um die vertikale Augenbewegungsmuskulatur zu entspannen und somit die Fehlbelastung des Rollknorpels über dem Auge zu beheben. So schwache Prismen können niemals zu einer Augenmuskeloperation führen! Bitte lassen Sie sich hier nicht verunsichern.

Augenmuskeloperationen werden in Erwägung gezogen, wenn das Gesamtprisma von MKH-Prismenbrillen 35 bis 40 Prismendioptrien übersteigt.

Interessant finde ich es in diesem Zusammenhang, dass schon im Jahr 2014 ein Betroffener im Clusterkopfschmerz-Forum darüber berichtet hat, dass er mit einer Prismenbrille beschwerdefrei geworden ist. Scheinbar wurden solche Berichte damals noch zugelassen. Nachfolgend können Sie die Berichte lesen: Bericht 1 und Bericht 2.

Zu diesen Berichten muss ich anmerken, dass Herr Mattiesson damals nach MKH von H.-J. Haase korrigiert wurde. Da ich Winkelfehlsichtigkeiten nicht nach MKH ausmesse, hätte ich ihm ohne eine Augenmuskeloperation helfen können. Wahrscheinlich ist das Herrn Mattiesson aber egal, denn dafür, dass er nun keine Clusterkopfschmerzen mehr hat, hat er die Augenmuskeloperation vermutlich gerne in Kauf genommen. Herr Mattiesson spricht in seinen Beiträgen vom Bing-Horton-Syndrom, was eine ältere Bezeichnung für Clusterkopfschmerzen ist.

An dieser Stelle möchte ich Betroffene darauf aufmerksam machen, dass die Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit bei Menschen mit Clusterkopfschmerzen oft „schwieriger“ ist, als bei Menschen mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen. Die Angaben sind besonders bei chronischen Clusterkopfschmerzen ungenauer und schwanken und es kann manchmal während der Augenglasbestimmungen zu einer Attacke kommen.

Ich habe lange überlegt, woran das liegen könnte. Im Netz habe ich dann die für mich sehr interessante Internetseite von Herrn Prof. Molsberger gefunden.

ClusterkopfschmerzenNSM-Neurostimulation (NSM-Therapie)

Herr Prof. Dr. med. Albrecht Molsberger kann Betroffenen bei Clusterkopfschmerzen mit seiner NSM-Neurostimulation helfen. Dabei aktiviert er den Heilungsprozess der entzündeten Strukturen hinter dem Auge mit elektrischen Feldern.

Hinter dem Auge befinden sich (nur) die Augenbewegungsmuskeln, die damit verbundenen Sehnen, Nerven und Gefäße. Mit der NSM-Therapie kann Herr Prof. Molsberger Entzündungen in diesen Bereichen gezielt heilen. Betroffene berichten, dass die Clusterkopfschmerzen danach zurückgegangen sind oder sogar ganz weg waren. Ich vermute, dass die Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit für mich erheblich leichter wäre, wenn zuvor die entzündeten Bereiche hinter dem Auge mit der NSM-Therapie geheilt würden.

Herr Prof. Molsberger sagt auf seiner Internetseite, dass seine NSM-Therapie nicht immer von Dauer ist und Betroffene dann erneut behandelt werden müssen. Das ist aus meiner Sicht logisch, weil die Ursache dieser Entzündung nicht behoben worden ist. Dazu müsste die Winkelfehlsichtigkeit korrigiert werden. Das ist wie bei einem Tennisarm, bei dem die Überlastung anschließend nicht behoben wird. Dann kann die Entzündung der Muskulatur bzw. in der Sehnenscheide auch wieder zurückkommen.

ClusterkopfschmerzenWarum haben mehr Männer Clusterkopfschmerzen und warum kommen die Attacken auch nachts?  

Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich noch einmal kurzerklären, wie Clusterkopfschmerzen aus meiner Sicht entstehen.

Über jedem Auge befindet sich eine Sehnenscheide, die als Trochlea oder Rollknorpel bezeichnet wird. Diese Sehnenscheide und der durchlaufende schräge Augenmuskel arbeiten nach dem Prinzip eines Flaschenzuges zusammen.
Bei einer vertikalen Winkelfehlsichtigkeit steht dieser Flaschenzug unter einer ständigen hohen Zugbelastung. Durch diese Fehlbelastung könnte sich der Rollknorpel entzünden und verengen, sodass sich die Sehne des schrägen Muskels nicht mehr frei bewegen kann.

Die so erzeugte Reibung kann vermutlich so starke Nervenimpulse in dem Rollknorpel erzeugen, dass diese vom Gehirn als Clusterkopfschmerz-Attacken wahrgenommen werden. (siehe Bild links)

Dies kann ich (noch) nicht beweisen, aber für eine Sehnenscheidenentzündung als Ursache von Clusterkopfschmerzen sprechen diese wichtigen Fakten:

  1. Der entzündete Rollknorpel liegt über dem Auge und direkt unter dem Gehirn. Deshalb ist dies eine „besondere Sehnenscheidenentzündung“, die durch die kurze Nervenverbindung wahrscheinlich viel stärkere Nervenimpulse auslösen kann, als z.B. eine Sehnenscheidenentzündung im Arm oder Fuß.
  2. Anerkannte Neurologen berichten, dass nächtliche Clusterkopfschmerzattacken hauptsächlich im REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) auftreten. In dieser Schlafphase kommt es zu schnellen Augenbewegungen bei geschlossenen Lidern. Bitte lesen Sie hierzu die Ausführungen von Herrn Prof. Dr. Stefan Evers und Frau Prof. Dr. Svenja Happe.
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    Diese Berichte belegen, dass Clusterkopfschmerz-Attacken durch Augenbewegungen ausgelöst werden – was ich ja auch immer wieder sage. Da der REM-Schlaf zum Ende der Nacht zunimmt, werden die Frequenz und Ausdehnung der Augenbewegungen größer. Genau zu dieser Zeit haben viele Betroffene die meisten Attacken. Dies ist ein weiteres wichtiges Indiz dafür, dass die Bewegung der Augenmuskulatur Clusterkopfschmerzen auslösen kann.

    Hierzu möchte ich noch anmerken, dass bei schnellen, unkontrollierten Augenbewegungen die Sehne des schrägen Augenbewegungsmuskels ruckartig in dem entzündeten Rollknorpel hin und her bewegt wird. Das wird vermutlich besonders starke Nervenimpulse / Attacken zur Folge haben.

  3. Männer leiden häufiger unter Clusterkopfschmerzen als Frauen. Dieser Fakt spricht aus meiner Sicht ebenfalls für eine „muskuläre Komponente“ bei Clusterkopfschmerzen – denn Männer haben (meistens) stärkere Muskeln als Frauen. Dies gilt auch für die Augenbewegungsmuskeln.
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    Da der „männliche“ schräge Augenmuskel stärker ist als bei Frauen, hat er auch eine größere Zugkraft. Diese höhere Zugkraft führt bei einer Winkelfehlsichtigkeit zu einer größeren Fehlbelastung der Sehne in dem Rollknorpel. Folglich kann sich der Rollknorpel bei Männern schneller entzünden als bei Frauen und dadurch öfter Clusterkopfschmerzen auslösen.

  4. Entzündungshemmende Medikamente helfen. Menschen mit Clusterkopfschmerzen oder Sehnenscheidenentzündungen kann mit Kortison geholfen werden. Bitte beachten Sie, dass die Medikamente bei Clusterkopfschmerzen und Sehnenscheidenentzündungen auch sonst ähnlich sind und zudem unter einem zeitweiligen (episodischem) und einem chronischen Verlauf unterschieden wird.
  5. Herr Prof. Dr. Göbel berichtet über den Ort der Clusterkopfschmerz- Entstehung etwas sehr Interessantes. Das können Sie hier im zweiten Absatz nachlesen. Er sagt: „Bei der Röntgenuntersuchung (Phlebographie) ergaben sich während der Clusterperiode Hinweise für eine venöse Entzündung (Vaskulitis) im Bereich der oberen Augenvene.“

    Diese Erkenntnis von Herrn Prof. Göbel halte ich für sehr schlüssig, denn die beiden Äste der oberen Augenvene (siehe Bild) führen sehr dicht an dem möglicherweise entzündeten Rollknorpel vorbei. Wenn der Rollknorpel während der Episode entzündet ist, kann sich diese Entzündung auf die nahe Augenvene übertragen.

Clusterkopfschmerz und Winkelfehlsichtigkeit haben viele identische TriggerClusterkopfschmerzen

Die nachfolgend aufgelisteten Trigger können nicht nur Clusterkopfschmerzen auslösen, sie schwächen auch die Kompensationsfähigkeiten bei einer Winkelfehlsichtigkeit.

Wenn die Leistungsfähigkeit der Augenmuskeln geschwächt ist, kann dies eine Attacke auslösen. Wenn hingegen die Leistungsfähigkeit der Augenbewegungsmuskeln gestärkt wird, kann dadurch der Clusterkopfschmerz gemildert werden. 

  1. Alkohol und gefäßerweiternde Medikamente: alle Muskeln entspannen sich, was deren Leistungsfähigkeit verringert. (=Trigger bei CK)
  2. Hitze, heißes Bad, Sauna: die Muskeln entspannen sich, was die Leistungs- bzw. Kontraktionsfähigkeit reduziert. (=Trigger bei CK)
  3. Sauerstoffmangel: in größeren Höhen, im Flugzeug etc. ist die Muskelkraft generell reduziert, auch die des schrägen Augenmuskels. (=Trigger bei CK)
  4. Sauerstoffzufuhr: mit dem Inhalieren von reinem Sauerstoff lässt sich die Leistungsfähigkeit der Muskeln erhöhen, sodass eine vertikale Winkelfehlsichtigkeit besser kompensiert werden kann. Somit können Betroffene Clusterkopfschmerz-Attacken schneller überwinden. (=Hilfe bei CK)
  5. Bewegungsdrang: bei körperlicher Aktivität erhöht sich die Atmung, wodurch alle Muskeln mit mehr Blut / Sauerstoff versorgt werden. Das wirkt sich auch bei den Augenbewegungsmuskeln leistungssteigernd aus. (=Hilfe bei CK)
  6. Kühlung des Augenbereichs: die Kontraktionsfähigkeit des schrägen Augenmuskels und Entzündungen werden positiv beeinflusst, die Attacke klingt schneller ab. (=Hilfe bei CK)
  7. Hunger: die Leistungsfähigkeit aller Muskeln wird geschwächt. (=Trigger bei CK)
  8. Energie-Drinks oder Magnesium Tabletten: die Leistungsfähigkeit der Muskeln wird positiv beeinflusst. (=Hilfe bei CK)
  9. Erkältung: schwächt die Kraft aller Muskeln, sodass die vertikale Winkelfehlsichtigkeit schlechter vom schrägen Augenmuskel kompensiert werden kann. (=Trigger bei CK).
    Da viele Menschen im Herbst Erkältungen bekommen, erklärt sich aus meiner Sicht, warum dann so viele Clusterkopfschmerz-Episoden beginnen.
  10. Mittagsschlaf: die Augenbewegungsmuskeln entspannen sich. Beim Öffnen der Augen muss sich der obere schräge Muskel sofort kompensatorisch zusammenziehen, was eine Attacke auslösen kann. (wie beim Absetzen der Prismenbrille =Trigger bei CK)
  11. Flackerlicht, grelles Licht, Fernseher, PC, Kino: starke Lichtimpulse zwingen die Augenmuskeln zu einer möglichst hohen Fusion bzw. zu einer vollständigen Kompensation der Winkelfehlsichtigkeit. Im Idealfall kann der Betroffene dann mit beiden Netzhautmitten gleichzeitig sehen, wo die lichtunempfindlichen Zäpfchen liegen. Anderenfalls liegen die Netzhautbilder auf den weiter außen liegenden Stäbchen, die lichtempfindlich sind und nur für das nächtliche Sehen geeignet sind. (=Trigger bei CK)
  12. Bildschirmarbeit: zwingt die Augen ebenfalls zu einer sehr genauen Fixation, was den oberen schrägen Augenbewegungsmuskel und die Sehnenscheide über dem Auge stark belasten kann. (=Trigger bei CK)
  13. Bei länger andauernder körperlicher Anstrengung: alle Muskeln sind ausgepowert, was sich auch auf die Augenmuskulatur auswirkt. (=Trigger bei CK)
  14. Stress: wirkt sich ebenfalls negativ auf die Muskelkraft aus. (=Trigger bei CK)
  15. Entspannungsübungen: können Muskelverkrampfungen verringern, beheben aber nicht die Ursache der Beschwerden. (= Hilfe bei CK)
  16. Histamin: bewirkt ein Anschwellen der Gefäße, sodass der entzündete Rollknorpel noch mehr anschwillt und sich verengt. Das erzeugt beim Durchlaufen der Sehne des oberen schrägen Augenmuskels noch stärkere Nervenimpulse / Attacken. Deshalb sollten Nahrungsmittel mit viel Histamin gemieden werden, wie z.B.: Schokolade, Nüsse, Käse, Tomaten und Zitrusfrüchte. (=Trigger bei CK)
  17. Glutamat: laut Wikipedia kann Glutamat Taubheitsgefühle in der Mundhöhle, Schläfen-Kopfschmerzen, Gesichtsmuskelstarre, Nackensteifheit und Gliederschmerzen auslösen. Durch diese „negativen Eigenschaften“ können höchstwahrscheinlich auch die Augenmuskeln geschwächt werden.
    (=Trigger für CK)
  18. Nitroglyzerin-Provokationstest: entspannt die Gefäßmuskulatur, erweitert die Gefäße, wirkt krampflösend … ähnlich wie Alkohol. Mit dem Nitroglyzerin-Provokationstest können nach kurzer Zeit Clusterkopfschmerzattacken ausgelöst werden. (=Trigger bei CK)

Da die hier aufgelisteten Punkte alle etwas mit der Kraft von Muskeln zu tun haben, sind dies viele Indizien dafür, was der hauptsächliche Auslöser von Clusterkopfschmerzen ist. Dies ist eine bislang nicht erkannte Winkelfehlsichtigkeit. Der Haupt-Auslöser Winkelfehlsichtigkeit kann jedoch selbst durch die zuvor genannten Trigger getriggert werden.
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Anschließend möchte ich auf noch ein weiteres Indiz aufmerksam machen, das ebenfalls stark auf den Zusammenhang Winkelfehlsichtigkeit / Clusterkopfschmerzen hinweist. Ich glaube, dass die Attacken bei Menschen mit episodischen Clusterkopfschmerzen hauptsächlich im Herbst und im Frühjahr beginnen, weil so Betroffene in dieser Zeit durch ein „natürliches Flackerlicht“ getriggert werden.

Damit meine ich folgendes: wenn ein Betroffener im Herbst oder im Frühjahr mit dem Auto etc. fährt, kann die tiefer stehende Sonne häufig durch die Äste von Bäumen scheinen, was auch auf mich wie ein unangenehmes Flackerlicht wirkt.
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Lichtempfindlichkeit ist ein typisches Merkmal für eine Winkelfehlsichtigkeit, weil dann die Bilder im abweichenden Auge nicht auf der Netzhautmitte liegen, sondern weiter außen auf den lichtempfindlichen Stäbchen. Diese sind nur für das nächtliche Sehen geeignet. Für den Haupt-Trigger Winkelfehlsichtigkeit spricht auch, dass Winkelfehlsichtigkeiten und Clusterkopfschmerzen in einer Familie gehäuft auftreten.

Warum können Betroffene auch nach der Entfernung des schmerzenden Auges Clusterkopfschmerzen haben?Clusterkopfschmerzen

Ich höre öfters, dass Clusterkopfschmerzen nicht von einer Winkelfehlsichtigkeit ausgelöst werden können, weil Menschen auch nach der Entfernung des Auges noch Clusterkopfschmerzen haben. In diesem Fall ist jegliche Belastung durch eine Winkelfehlsichtigkeit aufgehoben.

Das stimmt, aber hier muss man genauer hinsehen.

Bei der Entfernung des schmerzenden Auges (Enukleation) werden die dahinter liegenden Augenbewegungsmuskeln und Sehnen nicht entfernt, sondern bleiben vollständig erhalten. Diese werden dann an das künstliche Auge angenäht, damit es sich mit dem gesunden Auge annähernd mitbewegen kann.

Aus allen Berichten über Augenimplantate geht hervor, dass sich das künstliche Auge bei Blickbewegungen langsamer bewegt, als das verbliebene Auge. Höchstwahrscheinlich hat das Glasauge in der Augenhöhle einen größeren Reibungswiderstand.

Dieser größere Reibungswiderstand hat jedoch folgende Auswirkungen:

  1. Bei Blicksenkungen muss sich der schräge Augenbewegungsmuskel bei dem Glasauge mehr anstrengen, als der bei dem gesunden Auge. 
  2. Dadurch entsteht eine höhere Zugbelastung seiner Sehne im Rollknorpel über dem Glasauge. Dies ist die gleiche Fehlbelastung, wie bei einer vertikalen Winkelfehlsichtigkeit.
  3. Die Fehlbelastung des Rollknorpels durch das trägere Glasauge ist wie bei einer Winkelfehlsichtigkeit dauerhaft.
  4. In beiden Fällen steht die Sehne des oberen schrägen Augenmuskels im Rollknorpel des schmerzenden Auges unter einer zu hohen Zugbelastung. Dadurch kann sich der Rollknorpel auch weiterhin entzünden und bei schnellen, ruckartigen Bewegungen seiner Sehne stärkste Nervenimpulse / Attacken auslösen. (z.B. im Rem-Schlaf)

Hierzu möchte ich anmerken, dass der Rollknorpel im Aufbau und der Funktion exakt einer Sehnenscheide entspricht. Eine Sehnenscheide kann sich bei einer permanenten Fehlbelastung entzünden, wie z.B. beim Tennisarm oder Mausfinger.

Ich halte es für möglich, dass die Fehlbelastung des Rollknorpels durch das trägere Glasauge sogar noch größer sein könnte, als zuvor bei der Winkelfehlsichtigkeit. Deshalb könnten die Attacken noch stärker sein, als vor der Entfernung des Clusterkopfschmerz-Auges. Deshalb ist die Entfernung des Augapfels wirkungslos, weil hier nicht die Ursache der Schmerzen liegt. 

ClusterkopfschmerzenSchmerzen haben immer eine Ursache

Schmerzen haben immer eine Ursache! Auch Clusterkopfschmerzen haben nach meiner Überzeugung einen „Sinn“ und weisen auf ein Defizit im Körper hin. Dieses Defizit ist die Verkrampfung der Augenbewegungsmuskeln und eine daraus resultierende Sehnenscheidenentzündung über dem Auge aufgrund einer nicht erkannten Winkelfehlsichtigkeit.

Bei Clusterkopfschmerzen gibt es zahlreiche Trigger. Viele davon haben eine gefäßerweiternde Wirkung, wie z.B. Alkohol, Aufenthalt in großer Höhe, ein heißes Bad oder Nitroglyzerin. Wenn die Gefäße erweitert werden oder anschwellen (z.B. durch Histamin), wirkt sich das auf die Kompensationsfähigkeiten der Augenbewegungsmuskeln aus. Dadurch kann eine Clusterattacke „begünstigt“ oder ausgelöst werden.

Von diesen Triggern haben mir auch viele Menschen berichtet, die zuvor „nur“ unter Migräne litten. Nach übereinstimmenden Berichten der Betroffenen haben diese Trigger ihre „Wirksamkeit“ nach der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit verloren. Ich bin davon überzeugt, dass dies auch bei Menschen mit Clusterkopfschmerzen gelingen wird.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf folgendes hinweisen: ich korrigiere Winkelfehlsichtigkeiten nicht nach MKH von H.-J. Haase, weil dabei das Risiko besteht, dass die Prismenwerte ansteigen und eine (unnötige) Augenmuskeloperation erforderlich wird. Ich habe eine eigene Korrektionsmethodik entwickelt, mit der ich alle Risiken der MKH nach H.-J. Haase ausschließen kann. Deshalb kann ich auch bei Menschen mit Clusterkopfschmerzen, dafür garantieren, dass die Prismenwerte dauerhaft gering und stabil bleiben.

ClusterkopfschmerzenTermin für die Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit                       

Wenn Sie Clusterkopfschmerzen und eine Winkelfehlsichtigkeit haben, werde ich Sie kostenlos versorgen.

Ich kann aufgrund meiner beruflichen Spezialisierung meistens schon an der Stellung Ihrer Augen erkennen, ob Sie eine Winkelfehlsichtigkeit haben oder nicht. Wenn ich das prüfen soll, können Sie mir per Mail ein Bild schicken, das aus ca. 1,5 Meter Entfernung herangezoomt aufgenommen wurde.

Wenn ich hier eine Winkelfehlsichtigkeit (kleiner Silberblick) sehe, ist es sehr wahrscheinlich, dass ich Ihnen helfen kann. Mein Ergebnis werde ich Ihnen anschließend mitteilen.

Für eine Terminvereinbarung beantworten Sie bitte folgende Fragen: 

  • Ihren Namen, Wohnort und eine Rückrufnummer.
  • Wie haben Sie mich gefunden, im Internet oder auf Empfehlung?
  • Haben Sie episodische oder chronische Clusterkopfschmerzen?
  • Bitte beschreiben Sie Ihren Clusterkopfschmerz in einigen Sätzen, je mehr ich hier weiß, umso besser kann ich den Handlungsbedarf einschätzen.
  • Haben Sie auch einige dieser Beschwerden?
  • Verringern sich diese Beschwerden beim Abdecken eines Auges?
  • Teilen Sie mir bitte Ihre letzten Brillenwerte mit, falls vorhanden.
  • Haben Sie für den Clusterkopfschmerz eine gesicherte Diagnose eines Neurologen?
  • Sind Sie in einer Selbsthilfegruppe (z.B. bei Facebook), in der Sie über Ihre Erfahrungen mit einer Prismenbrille berichten könnten?

Nach dem Erhalt Ihrer Mail werde ich mich telefonisch melden, sodass wir über die weitere Vorgehensweise und alle offenen Fragen sprechen können. Selbstverständlich behandle ich alle Angaben streng vertraulich.

ClusterkopfschmerzenFazit

Nach einer binokularen Überprüfung Ihrer Augen werde ich Ihnen sicher sagen können, ob Sie eine Winkelfehlsichtigkeit haben oder nicht. Bei einem positiven Ergebnis werde ich Ihnen wahrscheinlich mit einer Prismenbrille helfen können. Die Entspannung der Augenbewegungsmuskeln haben Menschen mit Clusterkopfschmerzen oft schon während der ersten Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit als sehr angenehm empfunden.

Genauso verhält es sich auch später beim Tragen der Prismenbrille. Wenn die Attacken dann langsam abnehmen oder gar nicht mehr auftreten, werden Sie die Prismenbrille sehr gerne tragen, denn es geht Ihnen damit besser als zuvor.

Der „Schlüssel“ hierzu ist nach meiner Überzeugung das langsame Abheilen des Rollknorpels über dem Auge. Dazu muss deren Fehlbelastung durch eine Winkelfehlsichtigkeit behoben werden. (siehe Bild linksVielleicht können Sie sich nicht vorstellen, dass Clusterkopfschmerzen mit einer (richtigen) Prismenbrille reduziert oder behoben werden können.

Wenn das so ist, möchte ich Ihnen folgendes sagen: nach einer positiven Überprüfung auf Winkelfehlsichtigkeit könnte ich den Kontakt zu Menschen vermitteln, denen ich mit einer Prismenbrille helfen konnte.

Diese Menschen haben oft alles versucht, um die Beschwerden zu lindern. Manche ließen sich deshalb die Zähne (meistens die Weisheitszähne) ziehen, andere ließen sich Sonden in den Kopf implantieren und den meisten ging es auch mit den stärksten Medikamenten nicht viel besser. Manche so Betroffene mussten wegen den starken Nebenwirkungen der langjährig eingenommenen Medikamente mit Nierenversagen ins Krankenhaus.

Nicht wenige haben wegen der häufigen Krankheitstage ihre Arbeit verloren, wurden erwerbsunfähig oder mussten vorzeitig in Rente gehen. Dies hatte nicht selten auch eine Depression zur Folge. Die zuvor aufgezählten Punkte (außer den Sonden) betreffen nicht nur Menschen mit Clusterkopfschmerzen, sondern fast genauso auch Menschen mit Migräne. So Betroffenen kann ich schon seit vielen Jahren mit einer Prismenbrille helfen. Bitte lesen Sie hierzu diese Erfahrungsberichte.

Könnte es deshalb nicht sinnvoll sein, mal einen anderen Weg als den der Schulmedizin zu gehen und zu prüfen, ob ich Ihnen mit einer Prismenbrille helfen kann? Denn nur Sie können beurteilen, wer und was Ihnen geholfen hat. 

ClusterkopfschmerzenErfahrungsberichte

Erfahrungsbericht: Prismenbrille und chronischer Clusterkopfschmerz

Ich leide seit 16 Jahren an Clusterkopfschmerzen. Anfangs episodisch später chronisch. Mit den üblichen Therapien, wie Verapamil, Sauerstoff, Sumatriptan, Cortison mal mehr oder weniger effektiv behandelt. Vor 5 Jahren wurde ein SPG Implantat eingesetzt, welches anfangs auch zu funktionieren schien.


Nach und nach ließ die Wirksamkeit der jeweiligen Therapien nach. Mal funktionierte Ascotop nasal, dann eher wieder der Spritzpen. Es scheint so, dass man mit der jeweiligen Therapie wechseln oder pausieren muss, damit es wieder wirkt. (Gewöhnungseffekt oder austherapiert). Ende November 2019 bekam ich eine neue Gleitsichtbrille, da sich die Werte verschlechtert hatten.

Diese Brille verursachte normale Kopfschmerzen und es wurde noch einmal korrigiert. Danach war es zufriedenstellend. Es folgte dann einschleichend eine Serie von Clusterattacken, die über 7 Monate anhielten und die ich so noch nicht erlebt habe. Insgesamt drei hochdosierte Cortison- Therapien und zwei Nervenblockaden occipital und unzählige Spritzpens konnten nur mäßig helfen. Seltsamerweise funktionierte Sauerstoff wieder einigermaßen. Nach einer Not-OP mit Vollnarkose und Morphium wurde der Kreislauf dann unterbrochen, man weiß nicht warum das so ist.

Ich informierte mich dann mal wieder im Internet über die neuesten Studien zu CK und stieß zufällig auf die Seite von Herrn Peschlow. Ich war erst skeptisch. Wir telefonierten, es war sehr informativ und es gab viele Zusammenhänge in Bezug auf die Winkelfehlsichtigkeit. Dann hatte ich meine neue Brille als Übeltäter in Verdacht. Wir vereinbarten einen Termin und Herr Peschlow ermittelte erst die Dioptrienwerte und stellte dann bei mir auch eine Winkelfehlsichtigkeit fest.

Allein das Sehen durch die Testbrille war deutlich entspannter als sonst. Nach zwei Wochen bekam ich meine Brille per Post. Ich trage sie sehr gewissenhaft, man muss beim Absetzen ein Auge schließen. Daran gewöhnt man sich aber schnell. Bis heute habe ich keine Attacken mehr, außer ab und zu ein leichtes Stechen hinter dem betroffenen Auge.

Ich kenne zwei weitere Patienten, die in einer akuten Phase bei Herrn Peschlow waren. Bei beiden sind die Beschwerden ebenfalls fast verschwunden. Es müssen bei dem ein oder anderen Patienten ggf. die Gläser noch ein oder mehrfach nachkorrigiert werden. Das ist aber ein kleines Übel, bedenkt man die Last und das Leid der Patienten.

Ich bin Herrn Peschlow sehr dankbar für sein Engagement für uns Clusterpatienten.
Leider werden Erfahrungsberichte in gewissen Foren und sozialen Netzwerken gelöscht! Es gibt tatsächlich unzählige Menschen, denen Herr Peschlow geholfen hat. Er ist weder ein Scharlatan und hat kein finanzielles Interesse an unserem Leid.

Es ist überhaupt nicht nachzuvollziehen, dass solche positiven Berichte in den Foren von irgendwelchen „Oberlehrern“ gelöscht werden. (vielleicht steckt ja da ein finanzieller Aspekt dahinter☺) Ich kann jedem Geplagten nur empfehlen, diese Option in Betracht zu ziehen, man hat nichts zu verlieren.

M.G. aus Dortmund
Fortsetzung folgt


Erfahrungsbericht von Domenik, den er im Forum des Bundesverbandes der Clusterkopfschmerz-Selbsthilfe-Gruppen am 23.04.2020 veröffentlicht hat.

Dieser Bericht wurde vom Administrator des Forums schon nach wenigen Stunden gelöscht.

Das ist für Domenik völlig unverständlich, weil er anderen Betroffenen helfen wollte. Anschließend können Sie seinen Erfahrungsbericht lesen, der viele wichtige Informationen für Menschen mit Clusterkopfschmerzen enthält. Wenn Sie Fragen an den Verfasser haben, kann ich Ihnen gerne den Kontakt vermitteln.

Hallo zusammen,

mein Name ist Domenik, ich bin 25 Jahre jung und leide an episodischem Clusterkopfschmerz seit meinem 18. Lebensjahr.

Mit 20 Jahren bekam ich die eindeutige Diagnose und damit auch die ersten Medikamente. Cortison und Verapamil in hohen Dosen standen plötzlich auf meinem Speiseplan. Auch Sauerstoff verschrieb man mir. Mit den Medikamenten kamen die Nebenwirkungen. Aber die Schmerzen blieben erst mal weg.

Die Jahre vergingen und ich stellte mir in jeder Episode immer wieder dieselbe Frage: „Warum haue ich mir jedes Mal so starke Medikamente rein, nur um den Schmerz zu lindern? Es muss doch etwas geben, was den Auslöser der Schmerzen bekämpft, anstatt den Schmerz immer nur zu unterdrücken?!“.

So begann ich, und jetzt komme ich zum eigentlichen Thema, mit dem Beginn meiner letzten Episode wieder mal das Internet zu durchforsten. Was anderes hat man ja auch nicht zu tun, wenn man nach einer Attacke mitten in der Nacht auf einmal hellwach ist und nicht mehr schlafen kann oder gar Angst hat zu schlafen.

Jedenfalls schrieb ich bei Google alles rein, was mir in den Kopf kam. So stieß ich dann auf die Internetseite eines Optikers aus Berlin, der sich auf Migräne und vor allem auf Clusterkopfschmerzen spezialisiert hat. Ich las einen seiner Beiträge bei „Clusterkopfschmerzen / Winkelfehlsichtigkeit“ und war sofort gefesselt.

Ich fühlte mich durch den Text komplett verstanden und irgendwie machte alles einen richtigen Sinn. Ich bekam Antworten auf Fragen, die mir selbst die Neurologen in Kiel nicht beantworten konnten. Zum Beispiel stelle ich mir seit Beginn des Clusters die Frage „Wo liegt der Auslöser?“. Nun, diese Frage konnte mir bislang keiner beantworten. Bis ich eine mögliche Antwort darauf in dem Beitrag fand.

Cluster hat viele Gesichter und ich möchte jetzt nicht sagen, dass Winkelfehlsichtigkeit der Auslöser für den Cluster eines jeden Einzelnen ist! Jedoch traf dies in meinem Fall definitiv zu.

In den darauffolgenden Tagen las ich immer mehr über dieses Thema und fragte anschließend in einer der Selbsthilfe-Gruppen auf Facebook nach, ob jemand schon mal was davon gehört hat oder sogar Erfahrungen gemacht hat. Kurz darauf meldete sich der Optiker aus Berlin per PN bei mir, da er damals auch in diesem Forum war.

Wir begannen ein wenig zu schreiben. Noch offene Fragen wurden beantwortet und irgendwann telefonierten wir auch. Da meine Episode gefühlt bereits vorbei war, hielt ich es nicht für nötig, einen Termin abzustimmen.

Einige Tage später wurde ich wieder in der Nacht geweckt. Natürlich von unserem guten Freund dem Cluster… Nun fasste ich den Entschluss mich noch einmal bei dem Optiker zu melden. Ich schilderte ihm, dass meine Episode wohl nur eine kleine Pause eingelegt hatte und die Attacken jetzt aber wieder in voller Fülle präsent sind.

Herr Peschlow bot mir an, gleich am nächsten Tag zu ihm nach Berlin zu kommen.
Sofort sagte ich zu! Ich habe schon vieles ausprobiert, um den Clusterkopfschmerz los zu werden. Die Fahrt nach Berlin nehme ich da auch noch in Kauf. Zumal ich und meine Frau sowieso sehr gerne in Berlin sind.

Am nächsten Morgen setzten wir uns also in einen FlixBus und fuhren nach Berlin.
Als wir dann ankamen, wurden wir ganz freundlich begrüßt und wir machten uns auch schon an die Arbeit. Zunächst war es wichtig, über meinen Clusterkopfschmerz zu sprechen. Bei jedem verläuft er gewissermaßen anders, das wissen wir ja. Bereits im Gespräch bestätigte mir Herr Peschlow, bei mir eine Winkelfehlsichtigkeit an der Stellung der Augen erkannt zu haben. Auch seine Assistentin warf einen prüfenden Blick auf meine Augen und konnte, ohne vorherige Absprache, die Winkelfehlsichtigkeit im linken Auge bestätigen.

Anschließend ging es dann an das Vermessen der Augen. Anstrengend aber auch gleichzeitig irgendwie entlastend, befreiend … nach gut 2 Stunden waren wir mit allem soweit fertig und das Ergebnis war verblüffend! Ich konnte auf einmal nicht nur richtig gut und scharf sehen, sondern merkte auch wie meine Augen total am Entspannen waren, als würde sich ein dicker fetter Knoten von selber lösen. Zu schade, dass man die Messbrille nicht gleich mitnehmen konnte.  Denn dieses Gefühl wollte ich am liebsten niemals wieder los werden.

Nach der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit unterhielten wir uns noch etwas und verabschiedeten uns fürs Erste. 2 Wochen soll es in etwa dauern, bis die Post mir die Brille übergibt.

Nach fast genau 2 Wochen klingelte es an meiner Haustür. Die Post mit einem Einschreiben aus Berlin!  Meine Prismenbrille ist endlich da – was für eine Freude!!
Sofort ausgepackt und aufgesetzt und mich bei dem Optiker aus Berlin gemeldet und nochmal herzlich bedankt.

Und nun geht es los… der erste Tag mit der Prismenbrille. Ich habe noch nie so gerne in der Welt herumgeschaut, wie seit dem Tag, als ich die Brille bekam. Der Tag verging und die Nacht brach ein. Ein bisschen mulmig war mir schon, als ich ins Bett ging und die Brille wieder abnehmen musste. Bekomme ich sofort eine Attacke? Nein, Moment, Du sollst das schmerzende Auge zukneifen oder abdecken, wenn Du die Brille absetzt, dann passiert gar nichts. Gesagt getan. Am nächsten Morgen wachte ich auf und war ausgeruht wie lange nicht mehr. Keine Attacke in der Nacht!

Die nächsten Nächte verliefen genauso. Ich hatte eine ganze Weile lang keine einzige Attacke mehr! Meine Augen fühlten sich nach wenigen Tagen so an, als wären sie gar nicht da. Sehr leicht, nicht angestrengt. Ein unbeschreibliches Gefühl irgendwie. Ich berichtete Herrn Peschlow immer wieder mal, wie der Stand der Dinge ist und wir freuten uns beide über den Erfolg. Er sagte mir aber auch immer wieder: Es kann sein, dass die Attacken wiederkommen! Dann müssen wir nachkorrigieren und das ist völlig normal!

Naja, so war es dann nach einigen Wochen auch. Eines Nachts war da wieder dieser Schmerz. Aber er war anders als zuvor, vom Gefühl her gleich aber doch irgendwie anders. Ich beobachtete dies ein paar Tage und nach knapp einer Woche fing ich an zu vergleichen anhand meines Schmerz Tagebuches.

Und ja, es war einiges anders! Bevor ich die Brille trug, lag der Wert des Schmerzes auf der Schmerzskala bei JEDER Attacke zwischen 7 und 9! IMMER! Nun klettert der Wert im aller höchsten Fall mal auf eine geschmeidige 3 meist aber eher eine 2.

Auch was die Länge der Attacken betrifft, hat sich einiges geändert. Bevor ich die Brille trug, ging eine Attacke immer mindestens 60 Minuten, fast ausnahmslos! Und nun dauern die Attacken gerade mal 20 Minuten im Höchstfall! Meist klingen sie aber schon nach 5 Minuten wieder ab. Die kürzeste Attacke die ich seit dem Tragen der Brille hatte, ging sage und schreibe 49 Sekunden!!! Ich wachte auf, stellte fest der Cluster kommt, setzte mich hin, wollte gerade aufstehen, Zack war die Attacke weg. So ähnlich ist es mittlerweile des Öfteren schon vorgekommen. Aber 49 Sekunden war bisher der absolute Rekord!

Für mich ein absoluter Erfolg, den ich durch Tragen der Prismenbrille erzielen konnte.
Und das alles komplett OHNE Medikamente! Da die Attacken ja nun aber noch da sind, meldete ich mich nochmal bei dem Optiker aus Berlin zwecks nachkorrigieren der Brille bzw. der Gläser. Naja, Dank der Corona Pandemie musste auch er leider seine Räumlichkeiten schließen. Ist auch gut so, da er ja nun auch zur Risikogruppe gehört.
Allerdings sicherte er mir zu, sich umgehend mit mir in Verbindung zu setzen, sobald er den Betrieb wieder aufnehmen kann / darf.

Jedenfalls werde ich bald wieder nach Berlin fahren und die ganze Sache weiter optimieren lassen, um vielleicht schon bald komplett frei von Attacken zu sein. Ich bin sehr optimistisch gerade auch wegen der unglaublich guten Zwischenergebnisse.

Ich kann wirklich jedem nur empfehlen, sich diesen Beitrag einmal durchzulesen und eventuell sogar Kontakt mit Herrn Peschlow aufzunehmen. Im Übrigen werden Cluster Patienten bei ihm komplett kostenlos versorgt!! Das Einzige, was man selber zahlen muss ist die An- und Abreise. Aber das ist ja wohl selbstverständlich.  Man hat also rein gar nichts zu verlieren. Und wer weiß, vielleicht kann auch DIR durch eine solche Prismenbrille geholfen werden. Ich für meinen Teil kann es jedem wirklich nur ans Herz legen!

Als ich damals Fragen im Forum zum Thema Winkelfehlsichtigkeit stellte, wurde dies leider immer wieder als „Geldmacherei“ oder „Humbug“ abgestempelt. Oftmals wurden Beiträge hierüber auch einfach wortlos gelöscht. Nun, Geldmacherei könnte man vorwerfen, wenn man Geld dafür nimmt. Wie erwähnt, macht der Optometrist aus Berlin das völlig kostenlos. Und Humbug ist es aus meiner Sicht definitiv nicht. Schließlich konnte Herr Peschlow schon vielen Menschen mit Kopfschmerzen zu enormer Linderung oder gar zu Beschwerdefreiheit verhelfen. Diese Großzügigkeit und diese Empathie, die er für uns Clusterköpfe aufbringt ist m. E. n. übermenschlich und mehr als einfach nur freundlich! Ich finde keine Worte, wie man das beschreiben kann. Ich habe bislang noch keinen Doc kennengelernt, der mit der Behandlung von uns freiwillig kein Geld machen möchte!

Ich halte euch hier gerne auf dem Laufenden, wie es weiter geht und wie es nach der Nachkorrektur aussieht.

Bis dahin könnt ihr ja mal hier rein schauen -> https://richtig-sehen.de/clusterkopfschmerzen/. Das ist die Seite, über die ich diesem langen Text geschrieben habe. Und nochmal kurz am Rande, das soll hier keine Werbung sein, sondern einfach nur ein Tipp. Eine Anregung, ein Vorschlag, um vielleicht auch euren Cluster in den Griff zu bekommen und dabei sogar auf diese ganzen Medikamente verzichten zu können. Denn denkt dran: Diese Medikamente schaden dem Körper auf lange Sicht erheblich!

Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht motiviert euch, nicht aufzugeben. Wenn man denkt, man hat alles durch, gibt es irgendwo immer noch einen letzten Hoffnungsschimmer!

So far… ich wünsche euch allen eine schmerzfreie Zeit und vorab schon mal ein sonniges Wochenende.

Viele Grüße
Domenik

 

Erfahrungsbericht einer weiblichen Clusterkopfschmerz-Patientin

Liebe Clusterkopfschmerz Community,                             Berlin, im Oktober 2019

als episodisch Clusterbetroffene und Brillenträgerin kann ich mir durchaus vorstellen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Augenmuskulatur und dem Clusterkopfschmerz gibt. Mein Clusterkopfschmerz wurde im Kopfschmerzzentrum der Charité diagnostiziert. Mein rechtes Auge ist in der Sehschärfe deutlich schwächer als das linke und genau auf dieser Seite waren bei mir immer die Cluster-Attacken. Die Migräne begann bei mir auch immer rechts.

Zur Behandlung des Clusterkopfschmerzes habe ich einiges ausprobiert. Verapamil, Prednisolon (Kortison), Physiotherapie, Osteopathie, Akupunktur, Homöopathie, Zahnarztbehandlungen, bei denen mir wegen der Clusterkopfschmerzen sogar Zähne gezogen wurden. Da die Medikamente starke Nebenwirkungen hatten, war ich es leid weiterhin Medikamente zu nehmen.

Durch einen Bekannten, der ebenfalls unter episodischen Clusterkopfschmerzen litt habe ich erfahren, dass eine Prismenbrille diese Beschwerden deutlich lindern bzw. ganz beheben kann.

Ich durchforstete das Internet und fand die Internetseite von Herrn Peschlow. Dort las ich, dass durch eine Winkelfehlsichtigkeit auch andere gesundheitliche Probleme entstehen können, wie schlechtes räumliches Sehen (immer wieder stieß ich mich irgendwo und zog mir blaue Flecken zu), Verspannungen im Nacken und Augenzucken. Wenn sich all das auch verbessern lässt und sogar die Clusterkopfschmerzen dauerhaft unterdrückt werden können, wollte ich diese Methode wenigstens ausprobieren und heraus finden, ob es mir damit besser geht.

Ich vereinbarte bei Herrn Peschlow einen Termin. Anfangs war ich noch sehr skeptisch und kritisch. Schon wieder „Einer“, der angeblich in der Lage ist, mich vom Cluster zu befreien. Ich wurde aber sehr nett und freundlich empfangen. Herr Peschlow erklärte mir nachvollziehbar den Zusammenhang zwischen der verkrampften Augenmuskulatur und der Entstehung von Clusterkopfschmerz-Attacken.

Inzwischen sind viele Monate vergangen und durch wiederholtes Anpassen der Brillenwerte haben sich meine Beschwerden deutlich verringert. In dieser Zeit konnte ich Herrn Peschlow gut kennenlernen. Die Zusammenarbeit mit ihm funktioniert prima, er hört aufmerksam zu und ist voller Leidenschaft dabei. Er will wirklich, dass es einem besser geht. Er ist empathisch und bemerkt jede Veränderung an den Augen. Außerdem behandelt er die Winkelfehlsichtigkeit so, dass eine spätere Schiel-Operation ausgeschlossen werden kann. Auch an schlechten Tagen komme ich gerne in die Praxis von Herrn Peschlow, weil er einfach eine gute Seele ist.

Seit November 2018 trage ich nun seine Prismenbrillen. Zunächst brach nach einigen Wochen leider wieder eine Clusterepisode aus, sodass ich schon alles hinschmeißen wollte. War es Zufall oder hat vielleicht die Prismenbrille diese Episode mit ausgelöst? Ich informierte Herrn Peschlow und wir vereinbarten sofort einen Kontrolltermin. Kurz nach seinen Messungen bekam ich wieder eine Attacke. Es ging mir schlecht, aber ich bekam dann nach einer Woche eine neue Prismenbrille. Damit bin ich seit Anfang des Jahres 2019 beschwerdefrei. Bis auf wenige Migräneattacken, geht es mir gut.

Ob die Episode im November / Dezember 2018 auch so gekommen wäre, weiß ich nicht. Ich hatte dann aber das Gefühl, dass die Attacken durch die Prismenbrille nicht mehr so intensiv waren wie früher. Die letzte Episode Ende 2018 konnte ich dank der Prismenbrille nur mit Sauerstoff in den Griff bekommen.

Da sich die Winkelfehlsichtigkeit und die Sehschärfe verändern können,  bin ich in regelmäßigen Abständen bei Herrn Peschlow zur Kontrolle. Wer glaubt, er geht einmal zum Optometristen und hat dann keinen Cluster mehr, liegt falsch. Um beschwerdefrei zu bleiben sind mehrere Kontrollmessungen im Jahr notwendig.

Alles in Allem ist die Praxis für Winkelfehlsichtigkeit eine echte Bereicherung für mich. Sogar meine Rückenschmerzen sind durch die Prismenbrille deutlich zurück gegangen. Ob die Prismenbrille dauerhafte Beschwerdefreiheit bringt, wird sich zeigen. Ich trage meine Prismenbrille jedenfalls sehr gerne und freue mich über jeden Tag ohne Clusterkopfschmerzen.


Erfahrungsbericht von Jonathan

Episodische Clusterkopfschmerzen sind für mich ein Problem seit Oktober 2014. Diagnostiziert sind sie seit Anfang 2019. Es könnte sein, dass das vermehrte Auftreten der Kopfschmerzen mit einem Schlüsselbeinbruch im Oktober 2014 zusammenhängt, sicher kann ich das nicht sagen.

Zum ersten Mal aufgefallen sind mir die Schmerzen in geringerem Ausmaß allerdings schon einige Jahre vorher, nachdem mir ein Weisheitszahn gezogen wurde – auch hier kann ich nicht sagen, ob es einen Zusammenhang gibt.

Die ersten Jahre habe ich Paracetamol, Ibuprofen und Aspirin gegen diese Kopfschmerzen genommen, in dem Glauben, dass das etwas bringt – in Wirklichkeit hat aber nicht das Medikament gewirkt, sondern die Attacken sind irgendwann von alleine abgeklungen. Die Ärzte und ich dachten jedoch, dass die Kopfschmerzen Folgen meines Schlüsselbeinbruchs sind.

2017 bin ich dann von einem Arbeitskollegen auf Clusterkopfschmerzen aufmerksam gemacht worden, weil viele Symptome zutrafen, und tatsächlich waren Triptane das erste Medikament, welche die Kopfschmerzen beheben konnten.

2018 war dann sehr anstrengend, weil ich ungefähr die Hälfte des Jahres mit Clusterkopfschmerzen zu kämpfen hatte. Auch hat sich mein Studium inzwischen durch die Kopfschmerzen leider sehr in die Länge gezogen und auch andere Lebensbereiche sind durch die Krankheit beeinträchtigt worden. 2019 habe ich dann endlich die Diagnose episodischen Clusterkopfschmerz von Herr Dr. Jansen vom Schmerzzentrum Berlin bekommen, gleichzeitig bin ich zur weiteren Untersuchung in der Charité gewesen.

Seit diesem Zeitpunkt war eine gute medikamentöse Versorgung gewährleistet.
Schon länger bemerkte ich aber, dass die Triptane doch nicht das nebenwirkungsfreie Wundermittel gegen die Kopfschmerzen sind, sondern sich unter anderem ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz entwickeln kann.

Am Beginn einer Episode im April 2019 bin ich dann auf der Suche nach anderen Lösungsansätzen, auf die Internetseite von Herr Peschlow gestoßen. Zum ersten Mal habe ich hier von einem Zusammenhang zwischen Winkelfehlsichtigkeit und Clusterkopfschmerzen gelesen. Da sich mein „Clusterauge“ besonders nach einer Attacken-Nacht immer sehr ermüdet angefühlt hat, konnte ich mir das gut vorstellen.

Herr Peschlow hat dann bei mir eine minimale vertikale Winkelfehlsichtigkeit festgestellt, und ich habe zur Korrektur eine Prismenbrille bekommen. Ich kann nicht beurteilen, ob ich die Winkelfehlsichtigkeit schon von klein auf habe, oder ob sie erst mit dem Unfall durch eine Verkürzung des Schlüsselbeins oder eine Schonhaltung entstanden ist. Es könnte durchaus von Geburt an sein, wenn ich an meine Handschrift denke, die mal nach links und mal nach rechts geneigt ist oder an meine mangelnde räumliche Koordination im Sport.

Jedenfalls kann ich mit der Prismenbrille viel entspannter sehen, und auch meine räumliche Wahrnehmung hat sich verbessert, da meine Augen durch die Prismenbrille besser zusammenarbeiten. Auch die Clusterattacken sind nach einigen Tagen mit der Brille langsam abgeklungen. Außerdem hat sich meine Kopfhaltung etwas verbessert, und der Nacken etwas entspannt.

Im Juli 2019 hat es mich dann wieder gelegentlich erwischt, sodass ich Anfang August bis Ende September wieder eine ordentliche Episode hatte. Im September habe ich dann endlich Sauerstoff gegen die Kopfschmerzen bekommen, dieser hilft erstaunlich gut und ohne die Nebenwirkung der Triptane. Zuvor habe ich während einer Attacke intensive Liegestütze gemacht, vermutlich halfen diese auch wegen der erhöhten Sauerstoffzufuhr. Allerdings sind die Liegestütze wesentlich weniger effektiv als reiner medizinischer Sauerstoff.

Ungefähr 2 Wochen nachdem ich den Sauerstoff bekommen habe (mit dem es mir schon besser ging), bekam ich Ende September 2019 von Herrn Peschlow meine zweiten Prismengläser mit leicht veränderten Werten. Auch dieses Mal sind die Clusterattacken wieder innerhalb weniger Tage verschwunden, und auch das räumliche Sehen hat sich wieder verbessert. Deshalb bin ich Herrn Peschlow sehr dankbar für seine Arbeit.
Ich würde mich sehr freuen, wenn der Zusammenhang zwischen Winkelfehlsichtigkeit / Mikrostrabismus und Clusterkopfschmerzen / Migräne weiter erforscht wird, da ich glaube, dass es hier einen Zusammenhang geben kann.


Erfahrungsbericht von Susann M. aus Berlin

Ich hole etwas aus, um anzudeuten, wie kompliziert es sein kann, kompetente Hilfe zu finden und wie dankbar ich bin, dass ich diese gefunden habe.

Die bisherige 0815 Therapie

Mit nicht einmal 1,5 Jahren hatte ich meine erste Brille verpasst bekommen.

Diagnose: Hornhautverkrümmung und Korrektion des latenten Schielens (meist nur sichtbar bei starker Erschöpfung), verlängerte Augenbänder am linken Auge.

Bis ich 14 Jahre alt war, hat sich an der Behandlung auch nichts großartig geändert. Die Hornhautverkrümmung galt als geheilt, das latente Schielen als unauffällig und so entließ man mich brillenfrei mit den Worten, dass ich ja bei Bedarf irgendwann wiederkommen könne.

Als ich mein geisteswissenschaftliches Studium begann und viel lesen musste, ermüdete ich extrem schnell. Ich schaffte nicht einmal 20 Seiten eines Buches, was tödlich ist, wenn man auf Lehramt studiert. Daraufhin suchte ich meine Augenärztin auf, die mir eine leichte Lesebrille mit 0,50 Dioptrien verordnete. Diese sollte lediglich meine Augen „zusammendrücken“. Die Lesebrille nutzte ich, wie mir gesagt wurde.

Auf meine Nachfrage hin, ob ich sonst etwas tun könne und ob dies mit meinen verlängerten Augenbändern zu tun hätte, wurde mir gesagt, dass man das ja bei akutem Bedarf operieren könne, was ich aber ablehnte. Zum Ende meiner Studienzeit hatte ich meine erste heftige Attacke, dachte mir aber natürlich nichts dabei. 

Eine Attacke sieht bei mir wie folgt aus: sie beginnt oftmals abends oder in den Morgenstunden mit einem Pieken und Stechen ums linke Auge herum und im linken Scheitelbereich des Kopfes. Der Schmerz zieht teilweise bis in den linken Nackenbereich. Der Druck auf den Schädel wächst und manchmal wird mir auch richtig übel, dann kommt noch leichter Schwindel und kalter Schweiß durch die Übelkeit hinzu. Ich fühle mich schwach. Nach Stunden vergeht der Schmerz relativ schnell wieder.

Mit den Jahren hatte ich dann aber ungefähr zwei solcher Attacken, meist saisonal zur gleichen Zeit und „gerne“, wenn es stressiger zuging. Ich begann vor einer Weile zu bloggen. Dort schreibe ich über unterschiedliche Dinge, die mich beschäftigen. Nach der letzten Attacke musste ich was machen und schrieb nieder, was ich bis dato wusste.

Neues Wissen und Erfahrungen

Herr Peschlow ist auf mich durch diesen Blogbeitrag über den bisherigen Umgang mit meinen Kopfschmerzen aufmerksam geworden und bot mir von sich aus seine Hilfe an. Ich war schnell interessiert und wir verabredeten uns. Das erste Gespräch war sehr erhellend und aufschlussreich für mich. Dabei stellten sich schnell folgende Merkmale klar bei mir heraus:

Zutreffende Punkte der vertikalen Winkelfehlsichtigkeit:

  • schnelles Ermüden der Augen beim Lesen oder bei der Bildschirmarbeit 
  • Augenschmerzen, Nackenverspannung, Spannungskopfschmerzen, migräneartige Kopfschmerzen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Druckgefühl
  • Geräuschempfindlichkeit

Als Kind und teilweise noch jetzt:

  • Ungeschicklichkeit, schlechter Gleichgewichtssinn, häufiges Stolpern, Fallen oder Stürzen und allgemeine Unsicherheit
  • verdrehen von Buchstaben oder vertauschen der Worte
  • verwechseln von Zahlen oder vertauschen der Rechensymbole
  • verrutschen beim Lesen gelegentlich in den Zeilen
  • viele Flüchtigkeitsfehler
  • Probleme beim Erfassen ganzer Sätze
  • Schwierigkeiten Texte zu verstehen, häufig verlangt es ein mehrmaliges Lesen
  • langsames Schreiben und Lesen, Konzentrationsprobleme 

Nachdem wir meine Vorgeschichte besprochen hatten, wurde ein Termin zur Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit und anschließendem Aussuchen des Brillengestells gefunden. Als die Messungen bei Herrn Peschlow beendet waren, merkte ich schon auf dem Heimweg, dass sich eine clusterartige Attacke näherte.

Sobald ich zuhause war, spulte ich mein übliches Prozedere bei dieser Art Kopfschmerzen ab. Ich griff nach meiner Augenklappe, um mein linkes Auge zu entspannen, aß ein paar Mandeln, die gut bei Kopfschmerzen unterstützen sollen, trank viel Wasser und legte mich erst einmal eine Weile auf die Couch. Nach einiger Zeit wurde es langsam wieder besser. 

Am nächsten Tag fragte ich Herrn Peschlow, ob das normal sei. Er sagte ja, weil die Augenmuskeln durch die Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit entspannt wurden und sich danach nicht gleich wieder neu verspannen konnten. Dadurch wurde mir endgültig klar, dass mir eine Prismenbrille beim Entspannen meiner Augen helfen kann. Als ich meine Brille nach wenigen Wochen abholte, war ich begeistert, denn ich hatte noch nie so scharf und entspannt gesehen.

Nachdem ich mich nach 20 Jahren wieder halbwegs an das permanente Tragen einer Brille gewöhnt hatte, ging es einige Monate ganz gut, dann gab es die nächste heftige Attacke. Ein Trigger scheint bei mir als HSP starker seelischer „Stress“ zu sein. Ist dieser zu groß, gibt es vermutlich leichter einen Anfall. Gerne traten diese nämlich in der stressigen Weihnachtszeit auf.

Nach einer zweiten Messung und einem neuen Satz Gläser bemerke ich nun immer deutlichere Unterschiede in der Wahrnehmung der Augen selbst. Zuvor verspürte ich unterhalb des linken schielenden Auges immer starken Druck und den Drang diesen weg zu massieren oder zu drücken. Auch merkte ich vorher eine Fremdartigkeit in der Wahrnehmung des linken Auges. Beides ist mit der zweiten Korrektion jetzt bedeutend besser und angenehmer geworden.


Fazit: Nicht Ärzte helfen, sondern Optometristen

Schließlich wollte ich wissen, woher diese (glücklicherweise noch nicht sehr häufigen) Anfälle kommen und begann auf der Suche nach Antworten zu verschiedenen Ärzten zu gehen.

Das Schmerzzentrum, zu dem ich zuerst ging, wurde in einer Gruppe empfohlen und war für mich ein totaler Reinfall. Eine Diagnose wurde von der Kollegin über den Flur gebrüllt, weil die Allgemeinmedizinerin, die man mir vorsetzte, natürlich wenig Ahnung von neurologischen Themen hatte und mich nach dem Rat der Kollegin schnell mit Schmerzmitteln ruhigstellen wollte.

Beim zweiten Mal suchte ich mir selbst mit Hilfe von jameda eine angeblich fähige Neurologin, die sich mit Kopfschmerzen auskennen soll. Die Frau war distanziert und abweisend. Nachdem ich zu verstehen gab, dass ich Medikamente ablehne, wurde mit mir ein Reflextest gemacht und aus Verlegenheit ein MRT verordnet – na immerhin etwas. Laut ihrer Meinung könne ich auf keinen Fall Cluster-Kopfschmerzen haben, sondern nur gewöhnliche migräneartige Kopfschmerzen. Als der Bericht von der Neurologin per Post kam, konnte nichts weiter als der beginnende Verschleiß des Nackenwirbels festgestellt werden.

Die Empfehlung zu einem Augenarzt zu gehen und mich auf ein Glaukom untersuchen zu lassen, habe ich befolgt. Es wurde festgestellt, dass ich ebenso wie mein Vater kein Glaukom habe (was er selbst nach jahrelanger Fehlbehandlung erfahren hat), sondern die dicke Hornhaut von ihm geerbt habe. Mit dem Wissen wurde mein Sehvermögen als hervorragend und unter den Umständen als gesund eingestuft.

Soviel zur bisherigen Ursachenforschung und der Frage, ob sich Migräne oder Cluster hinter den Attacken verbergen. Im Moment weiß es bei mir jedenfalls keiner genau. Der eine sagt Cluster-Kopfschmerz, ohne mich selbst gesehen zu haben und der andere sagte Migräne. Vielleicht komme ich ja früher oder später noch der „richtigen Diagnose“ auf die Spur. Ideal wäre es langfristig alle Faktoren zu kennen und diese dann aktiv anzugehen.

Herr Peschlow hat mich durch die Brille auf diese Reise geführt und hilft mir nicht nur fachkundig mit meinen Augen, sondern auch damit einen Teil von mir besser zu verstehen und ins Verhältnis zu setzen. Für mich ist es definitiv der richtige Weg und ich bin für diese medikamentenfreie Lösung sehr dankbar. Das Engagement von ihm und Frau Psille kann man gar nicht genug würdigen und ich hoffe, dass sie mit ihrer ruhigen und verständnisvollen Art noch vielen Menschen helfen können. 

Ich bin jedenfalls motiviert, jedem, der versuchen will seine Symptome alternativ zu lösen, die Praxis für Winkelfehlsichtigkeit ans Herz zu legen und sich somit selbst oder anderen zu helfen.   

Clusterkopfschmerzen

Anhang:

Warum haben Menschen mit Clusterkopfschmerzen meistens nicht die typischen Beschwerden einer Winkelfehlsichtigkeit?

Was ich anschließend schreibe, ist hypothetisch, aber es könnte trotzdem richtig sein.

Der obere schräge Augenbewegungsmuskel ist in der Evolution dafür „geschaffen“ worden, vertikale Fehlstellungen zwischen beiden Augen auszugleichen. Hierfür arbeitet dieser Muskel nach dem Prinzip eines Flaschenzuges mit einer Umlenkrolle, die in der Fachsprache als Trochlea oder Rollknorpel bezeichnet wird. Der Mensch selbst hat die Vorteile eines Flaschenzuges erst Millionen Jahre später für sich entdeckt – was für eine Leistung der Evolution!

ClusterkopfschmerzAber auch Flaschenzüge können „Schwachstellen“ bekommen, wenn sie dauerhaft überlastet werden. Diese Gefahr ist dort am größten, wo die Kräfte / Reibungskräfte am größten sind. Dies ist im Augenbewegungsapparat der Rollknorpel, eine Sehnenscheide direkt über dem Auge nahe der Nase.

An jedem Auge befinden sich vier gerade und zwei schräge Augenbewegungsmuskeln für die verschiedenen Blickbewegungen. Hierbei sind die geraden Augenmuskeln viel größer und stärker als die schrägen Augenbewegungsmuskeln. Dafür arbeitet der obere schräge Augenmuskel mit dem Flaschenzug, wodurch sich seine Wirkung wesentlich erhöht. Der untere schräge Augenmuskel verfügt nicht über einen solchen Flaschenzug.

Bei Menschen mit Clusterkopfschmerzen vermute ich nun folgendes Szenario: bei einer vertikalen Fehlstellung der Augen (kleiner Silberblick) leisten die geraden Augenmuskeln (atypisch!) keine oder nur wenig Kompensationsarbeit und „überlassen“ dies dem kleinen schrägen Augenmuskel mit dem Flaschenzug.

Im Normalfall wird eine Winkelfehlsichtigkeit immer von allen, also auch von den geraden Augenbewegungsmuskeln kompensiert. Dieses führt dann oft zu diesen typischen Anstrengungsbeschwerden, weil sich die Verspannungen der großen Augenmuskeln auf die Nacken- und Kiefermuskulatur übertragen können. Diese Muskelgruppen sind anatomisch bei jedem Menschen eng miteinander verbunden.

Wenn jedoch „nur“ der obere schräge Augenmuskel die vertikale Winkelfehlsichtigkeit kompensiert, reicht diese „kleine Verspannung“ vermutlich nicht aus, um die Nacken- und Kiefermuskulatur zu verspannen und so Beschwerden auszulösen.

Bei Menschen mit Clusterkopfschmerzen hat der „entspannte Zustand“ der geraden Augenmuskeln den scheinbaren Vorteil, dass der Betroffene keine oder nur wenig Anstrengungsbeschwerden hat. Wenn sich jedoch die großen Augenmuskeln nicht an der Kompensationsarbeit beteiligen, hängt die ganze kompensatorische Last der Winkelfehlsichtigkeit auf der Sehne des schrägen Augenmuskels bzw. an dem Rollknorpel. Durch eine solche permanente Fehlbelastung kann sich der Rollknorpel (Trochlea) entzünden. 

Hierzu möchte ich für den Laien noch anmerken, dass der obere schräge Augenmuskel als einziger separat über den Nervus Trochlearis vom Gehirn gesteuert wird – während alle anderen Augenbewegungsmuskeln über den Nervus Oculomotorius gesteuert werden. Diese separate Steuerung der Augenbewegungsmuskeln könnte die fehlende Aktivierung der geraden Augenmuskeln erklären.

Um Betroffenen zu helfen, müsste die Fehlbelastung des Rollknorpels mit einer Prismenbrille behoben werden. Wenn Sie hierzu Fragen haben, können Sie sich gerne an mich wenden.

Clusterkopfschmerzen