Praxis für Winkelfehlsichtigkeit und Kopfschmerzen in Berlin

Praxis für Winkelfehlsichtigkeit und Kopfschmerzen in Berlin

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Clusterkopfschmerzen

Winkelfehlsichtigkeit als mögliche Ursache von Clusterkopfschmerzen / Hilfe ohne Medikamente

Ich konnte Menschen mit Clusterkopfschmerzen zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden verhelfen. Das heißt, die Attacken sind in ihrer Anzahl geringer und nicht mehr so stark wie zuvor. So war es z.B. bei Frau Doris Kümmel, über deren Fall die ARD in einem Video berichtet hat: „Cluster – der schlimmste Kopfschmerz der Welt“.

In diesem Video konnte ich bei Frau Kümmel aufgrund meiner beruflichen Spezialisierung eine kleine vertikale Fehlstellung der Augen (leichter Silberblick) erkennen, was für mich ein starker Hinweis auf eine Winkelfehlsichtigkeit war. Deshalb rief ich Frau Kümmel an und bat sie nach Berlin zu kommen, was sie auch tat. Zur Absicherung meiner Vermutung auf Winkelfehlsichtigkeit führte Frau Kümmel noch einen Abdecktest durch. Dieser war bei positiv.

Bei meinen Messungen stellte sich schnell heraus, dass Frau Kümmel eine vertikale Winkelfehlsichtigkeit / Heterophorie hat. Im Mai 2018 bekam sie ihre erste Prismenbrille, mit der sie sofort deutlich entspannter sehen konnte. Auffällig war, dass sie die Augen nicht mehr so zusammenkneifen musste wie zuvor. Bei späteren Kontrollen konnte ich die Winkelfehlsichtigkeit immer genauer korrigieren, sodass die Beschwerden (u.a. auch Migräne) langsam zurückgingen. Bei der Kontrolle im Dezember 2018 berichtete mir Frau Kümmel, dass sie „meine“ Prismenbrille ununterbrochen getragen hat, weil es ihr damit besser geht. Als ich fragte, was sie damit meint, antwortete sie: „die Attacken sind weniger geworden und nicht mehr so stark“. Auch in Zukunft werde ich intensiv daran arbeiten, die Beschwerden von Frau Kümmel weiter zu reduzieren oder möglichst ganz zu beheben. Ich versorge Betroffene wie Frau Kümmel dauerhaft kostenlos.

Im September 2019 kam Frau Kümmel zu einer weiteren Nachkorrektion ihrer Winkelfehlsichtigkeit zu mir. Da ich ihre Winkelfehlsichtigkeit von Mal zu Mal immer exakter korrigieren kann, geht es Frau Kümmel zunehmend besser. Ich denke, dass ich ihre chronischen Clusterkopfschmerzen mit einer Prismenbrille früher oder später vollständig beheben kann.

Interessant war dabei erneut folgender Fakt: als ich Frau Kümmel nach meinen Messungen die Messbrille mit den verbesserten Prismenwerten absetzte und sie danach ihre „alte“ (nicht mehr aktuelle) Prismenbrille aufsetzen musste, erlitt sie 5 Sekunden später eine schwere Attacke. Dies zeigt zum wiederholten Male sehr deutlich, wie eng der anatomische Zusammenhang zwischen der Verkrampfung der Augenmuskulatur (Ursache: latentes Schielen) und der Clusterkopfschmerz-Attacke sein muss. Hierzu später mehr.

Auch wenn Frau Kümmel nach fast jeder Nachkorrektion der Winkelfehlsichtigkeit eine Attacke erleidet, kommt sie gerne immer wieder zu mir, weil es ihr anschließend mit der neuen Prismenbrille besser geht als zuvor. Obwohl Frau Kümmel auch diesmal eine Attacke erlitten hatte, war sie anschließend bereit, über ihre Erfahrungen bei der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit im nachfolgenden Video zu berichten. Dafür möchte ich ihr auch an dieser Stelle nochmals danken.

Wenn Sie die beiden Videos vergleichen, fallen dabei zwei Dinge sehr deutlich auf.

  1. In dem Video der ARD trägt Frau Kümmel auch in geschlossenen Räumen immer eine dunkle Sonnenbrille, da sie damals noch extrem lichtempfindlich Dies ist nach der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit schon lange nicht mehr nötig, sie kann im Raum eine Brille mit hellen Gläsern tragen.
  2. Frau Kümmel berichtete mir, dass sie während der Filmaufnahmen der ARD die ganze Zeit große Angst hatte, eine Attacke zu erleiden. Um dies zu vermeiden, hat sie ihre Augen ständig stark zusammengekniffen oder ein Auge sogar ganz zugekniffen. Das ist in dem Beitrag der ARD wegen der dunklen Sonnenbrille zwar nur schwer zu erkennen, aber einmal sieht man es ganz deutlich, als sie bei ca. 3 Minuten 40 Sekunden die Sonnenbrille kurz absetzen muss.

    Das unbewusste Zusammenkneifen ihrer Augen hat Frau Kümmel damals geholfen, weil sie so die Auswirkungen der noch nicht korrigierten Winkelfehlsichtigkeit reduzieren konnte. Somit konnte sie das Risiko einer Attacke etwas verringern. Das ständige Zusammenkneifen der Augen ist schon lange nicht mehr erforderlich, wie es in dem Video vom September 2019 deutlich zu sehen ist. Frau Kümmel kann auch mit weißen Brillengläsern im Gespräch beide Augen ganz normal offen halten.

Wie alle anderen so Betroffenen mit Clusterkopfschmerzen versteht es auch Frau Kümmel überhaupt nicht, dass sich Ärzte und Selbsthilfegruppen nicht für das interessieren, was ihr geholfen hat. Frau Kümmel hat bei Clusterkopfschmerzen alles „erlebt“, was man erleben kann. So wurden ihr z.B. zwei unterschiedliche Sonden implantiert, die beide nicht geholfen haben. Deshalb mussten die Sonden in weiteren Operationen wieder entfernt werden. Frau Kümmel litt zudem sehr unter den Nebenwirkungen der starken Medikamente und musste deshalb wegen Nierenversagens ins Krankenhaus. Hier könnte ich noch viel mehr aufzuzählen, was Frau Kümmel stark belastet hat. Auch dies treibt mich an, ihr mit anderen „Mitteln“ zu helfen.

Frau Kümmel war in der Schmerzklinik Kiel, wo ihr ein chronischer Clusterkopfschmerz diagnostiziert wurde. Leider interessiert sich auch hier niemand dafür, wie und womit ich Frau Kümmel helfen konnte. Ich habe wiederholt versucht, eine Kontaktaufnahme der Schmerzklinik Kiel zu Frau Kümmel zu vermitteln, leider bis jetzt ohne Erfolg. Könnte eine solche Kontaktaufnahme bei der Ursachenforschung von Clusterkopfschmerzen nicht von großem Vorteil sein?

Menschen mit episodischen Clusterkopfschmerzen

Aufgrund meiner zunehmenden Erfahrungen mit Clusterkopfschmerz-Betroffenen kann ich Menschen mit episodischen Clusterkopfschmerzen oft schon nach der ersten Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit mit einer Prismenbrille zu Beschwerdefreiheit verhelfen. So Betroffenen wird dann jedoch oft von ihren Neurologen gesagt: „das sagt gar nichts, weil Sie sich gerade außerhalb der Episode befinden“. Hierzu muss ich sagen, dem ist nicht so, denn das ursächliche latente Schielen ist ja nach wie vor unverändert vorhanden.

Wenn ein solcher Episodiker seine Prismenbrille absetzt, „müssen“ sich die Augenbewegungsmuskeln schlagartig zur Kompensation des dann unkorrigierten latenten Schielens verkrampfen. Diese ruckartige Verkrampfung kann auch in einer „scheinbaren Ruhephase“ zu einer Attacke führen. Wie solche Attacken zuverlässig vermieden werden können, werde ich später erklären.

Da das latente Schielen Clusterkopfschmerz-Attacken auslösen kann, möchte ich es anschließend noch etwas genauer erklären. Ein latentes (verstecktes) Schielen entsteht, wenn die Längen der Augenbewegungsmuskeln rechts und links leicht unterschiedlich sind. Dann stehen die Augen nicht ganz parallel (im Volksmund: Silberblick), sodass die Augenmuskeln ständig „arbeiten“ / kompensieren müssen, um die Augen wieder „gerade“ zu stellen. Diese kleinen Längenunterschiede der Augenbewegungsmuskeln können nicht geheilt werden, diese müssen bei Beschwerden durch eine Prismenbrille ausgeglichen werden. Erst dann können sich die Augenbewegungsmuskeln dauerhaft entkrampfen, wodurch die zuvor ausgelösten Kopfschmerzen entfallen. Auf das latente Schielen als mögliche Ursache von Kopfschmerzen weisen übrigens auch Augenärzte in einer Pressemitteilung hin: Kopfschmerz geht oft vom Auge aus.

Der Berufsverband der Augenärzte / BVA berichtet dort, dass Kopfschmerzen häufig durch eine zu starke oder einseitige Beanspruchung der Augen ausgelöst werden. Im unteren Bereich weisen Augenärzte darauf hin, dass Kopfschmerzen durch eine Verkrampfung der Augenmuskeln bei einem gestörten Augenmuskelgleichgewicht / Heterophorie (muskuläre Asthenopie) ausgelöst werden können. Das ist genau das, was ich auch sage.

Wenn Sie auf Empfehlung eines Neurologen oder einer Selbsthilfegruppe
zu uns kommen, werde ich Sie im Rahmen einer Studie kostenlos versorgen.

Test auf Winkelfehlsichtigkeit / Heterophorie bei Clusterkopfschmerzen

Bei Clusterkopfschmerzen haben Betroffene oft nur wenig Anstrengungsbeschwerden, die sonst für eine Winkelfehlsichtigkeit typisch sind. In diesen Fällen bringt der Test auf Winkelfehlsichtigkeit meistens kein Ergebnis. Bei so Betroffenen muss ich messtechnisch prüfen, ob eine Winkelfehlsichtigkeit vorhanden ist.

Wenn Sie Clusterkopfschmerzen und Migräne und evtl. auch einige der hier genannten Beschwerden haben, können Sie den Test auf Winkelfehlsichtigkeit machen. Wenn sich die Kopfschmerzen beim Abdecken des Clusterkopfschmerz-Auges verringern, ist stark zu vermuten, dass die Beschwerden von der verkrampften Muskulatur hinter dem Auge ausgelöst werden. In diesem Fall kann ich Ihnen höchstwahrscheinlich mit einer Prismenbrille helfen, bitte vereinbaren Sie einen Beratungstermin.


Clusterkopfschmerz-Attacken können vermieden werden, wenn das betroffene Auge rechtzeitig abgedeckt wird

Menschen mit  episodischen Clusterkopfschmerzen haben mir berichtet, dass es ihnen hilft, wenn sie sich das schmerzende Auge „vor dem Anrücken“ der Attacke für einen halben Tag mit einer Augenklappe abdecken. Das ist aus meiner Sicht absolut schlüssig, weil sich beim Abdecken des Clusterkopfschmerz-Auges die dahinter befindlichen Augenmuskeln und Nerven entspannen und nicht mehr die Winkelfehlsichtigkeit kompensieren müssen. Diese Entspannung der Augenbewegungsmuskeln kann dazu führen, dass die Attacke gänzlich vermieden werden kann oder erheblich schwächer ausfällt.

Wenn das auch bei Ihnen so ist, haben Sie eine Winkelfehlsichtigkeit. Da Sie beim Abdecken eines Auges nicht räumlich sehen, tragen Sie bitte die Augenklappe nur zuhause in bekannter Umgebung und nicht beim Autofahren etc. 


Clusterkopfschmerzen können ohne Medikamente nachgewiesen werden

Neurologen nutzen hierzu den Nitroglyzerin-Provokationstest. Während einer Clusterperiode kann damit bei 70 bis 80 Prozent der Betroffenen eine Clusterattacke ausgelöst werden.

Der Nachweis von Clusterkopfschmerzen kann jedoch auch ohne Medikamente erbracht werden. Dazu muss sich der Betroffene „nur“ im Beisein des Neurologen die korrigierende Prismenbrille mehrmals hintereinander auf und absetzen. Schon nach „kürzerer“ Zeit (innerhalb einer Stunde) wird dadurch eine Attacke ausgelöst. Mit diesem physiologischen Provokationstest kann der Neurologe/in gleich zwei Erkenntnisse gewinnen:

  1. Es steht zweifelsfrei fest, dass der Betroffene tatsächlich Clusterkopfschmerzen hat.
  2. Die Ursache der Clusterkopfschmerz-Attacke ist nachgewiesen, nämlich der Wechsel von Entkrampfung und Verkrampfung der Augenmuskulatur und den dazugehörigen Nerven.

Hierzu möchte ich anmerken, dass der mehrmalige Wechsel von Entkrampfung und Verkrampfung der Augenmuskeln auch außerhalb der Episode eine Attacke auslösen kann. Dies konnte ich bei mehreren Betroffenen durch das wiederholte Auf- und Absetzen der korrigierenden Prismenbrille nachweisen. Bei Menschen mit chronischen Cluster-Kopfschmerzen führen so herbeigeführte schnelle Veränderungen des Augenmuskeltonus meistens sofort zu einer Attacke. Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.

Da der Wechsel von Verkrampfung zu Entkrampfung und umgekehrt zu Attacken führt, erklärt sich auch, warum Clusterkopfschmerz-Attacken vermehrt nach einem Mittagsschlaf oder in der Nacht auftreten – denn bei geschlossenen Augen muss die Winkelfehlsichtigkeit nicht mehr kompensiert werden, sodass sich die Augenbewegungsmuskeln „besonders gut“ entspannen können. Diese weitgehende Entspannung kann dann zu den besonders heftigen nächtlichen Attacken führen.

Fazit: wenn sich die Augenmuskulatur tagsüber nicht mehr verkrampfen „muss“, braucht sie sich danach auch nicht mehr zu entkrampfen. Beides kann bei Betroffenen zu Attacken führen. Da die Belastungen der Augen besonders durch Bildschirmarbeit stark zugenommen haben, führt das bei einer Winkelfehlsichtigkeit bei immer mehr Menschen zu einer Verkrampfung der Augenmuskulatur und damit zu Kopfschmerzen. Dabei handelt es sich um Spannungskopfschmerzen, Migräne und Clusterkopfschmerzen.

Erstaunlicher Weise konnte ich bei allen Menschen, die bis jetzt wegen Clusterkopfschmerzen zu mir kamen, eindeutig eine vertikale Winkelfehlsichtigkeit feststellen. Manche spürten schon während der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit, dass der Druck hinter den Augen nachlässt. Dieser Druck bzw. die zuvor nicht bemerkte Verkrampfung der Augenmuskulatur durch das latente Schielen ist nach meiner Überzeugung die Ursache für Clusterkopfschmerzen.

Das lässt sich einfach beweisen: Menschen mit chronischen Clusterkopfschmerzen (oder in der Episode) erleiden nach der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit nur durch das Absetzen der Messbrille eine Attacke. Dies geschieht oft schon nach kurzer Zeit bei mir im Messraum.

Da das Absetzen der Prismenbrille eine Attacke auslöst, ist aus meiner Sicht (und auch aus Sicht der Betroffenen!) zweifelsfrei geklärt, wo die Ursache der Beschwerden liegt. Der Auslöser ist die Augenbewegungsmuskulatur, die sich beim Absetzen der Prismenbrille schlagartig zur Kompensation der Winkelfehlsichtigkeit verspannen muss.

Beim späteren Tragen der Prismenbrille reagieren Menschen mit Cluster oft genauso – das Absetzen der Prismenbrille führt zu einer Attacke. Solche Attacken können zuverlässig vermieden werden, wenn der Betroffene während des Absetzens der Prismenbrille (z.B. beim Duschen) ein Auge schließt. Dann passiert gar nichts, denn eine Winkelfehlsichtigkeit kann nur im beidäugigen Sehen Beschwerden auslösen. Diesen kleinen Nachteil nehmen Menschen mit Clusterkopfschmerzen gerne in Kauf.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang folgenden Fakt: während und nach einer Attacke senkt sich das Lied des schmerzenden Auges. Dieses „physiologische Abdecken“ könnte sich in der Evolution als „sinnvoll“ erwiesen haben, weil so der Leidensdruck des Betroffenen reduziert werden kann.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum die Verspannung der Augenbewegungsmuskulatur bzw. das latente Schielen nicht schon viel früher als Ursache von Clusterkopfschmerzen in Betracht gezogen worden ist. Hierzu möchte ich folgendes sagen: Ärzte suchen bei Clusterkopfschmerzen und Migräne hauptsächlich nach Krankheiten, finden aber keine. Da das latente Schielen keine Krankheit ist, wird es als Ursache nicht wahrgenommen. Hierzu möchte ich noch anmerken, dass Clusterkopfschmerzen nach meinen bisherigen Erfahrungen immer durch kleine vertikale Winkelfehlsichtigkeiten ausgelöst wurden. Diese sind oft schwer zu finden und müssen mit sehr geringen Prismenwerten korrigiert werden. Bei einer vertikalen Winkelfehlsichtigkeit werden die Bewegungsmuskeln des abweichenden Auges permanent stärker belastet, als die des anderen Auges. Auf diesem Auge entstehen dann die Clusterattacken.

Kontrolle meiner Aussagen über Clusterkopfschmerzen in einer Studie

Natürlich ist das, was ich sage, noch nicht wissenschaftlich bewiesen, aber deshalb muss es ja nicht falsch sein! Ich konnte Menschen mit episodischen Clusterkopfschmerzen zu Beschwerdefreiheit verhelfen und chronische Clusterkopfschmerzen lindern. Dafür möchte ich in einer Studie den Beweis erbringen. Im Rahmen einer solchen Studie werde ich alle Probanden (z.B. 50) kostenlos versorgen. Da ich eine wissenschaftliche Studie nicht alleine durchführen kann, suche ich hierfür die fachliche Begleitung eines interessierten Neurologen.

Da ich miterlebt habe, wie groß der Leidensdruck bei den Betroffenen ist, habe ich auf das Interesse der Selbsthilfegruppe für Clusterkopfschmerz gehofft. Aus diesem Grund bin ich 2018 zu einem Treffen der Selbsthilfegruppe gegangen und habe dort kurz über meine Arbeit berichtet. Hier stieß ich bei den Leitern der Selbsthilfegruppe jedoch überwiegend auf Ablehnung, weil ich meine Aussagen nicht durch eine Studie belegen konnte. Ein Interesse an meinem Lösungsansatz war nicht vorhanden, sondern ganz im Gegenteil. Wenn Mitglieder bei den Gruppentreffen der Selbsthilfegruppe darüber berichtet haben, dass sie ihre Clusterkopfschmerzen mit einer Prismenbrille überwunden haben, wurde das von den Administratoren nicht geglaubt. Als Betroffene darüber im Forum geschrieben haben, wurden die Beiträge gelöscht. Andere Mitglieder, die das mitbekamen, haben dann erst gar nicht mehr darüber berichtet, dass ihnen eine Prismenbrille hilft. Ich hätte das in einer Selbsthilfegruppe nicht für möglich gehalten und wende mich deshalb mit dieser Seite direkt an Menschen mit Clusterkopfschmerzen.

Ich hoffe sehr, dass die Verantwortlichen der Selbsthilfegruppe Clusterkopfschmerz ihre Haltung zum Thema Winkelfehlsichtigkeit / Clusterkopfschmerzen überdenken, damit auch andere Menschen über diese Möglichkeit Schmerzen zu lindern informiert werden können.
Ich weiß, dass ich auf diesem Gebiet fachlich absolutes Neuland betreten habe, weil das latente Schielen / Heterophorie von Ärzten / Neurologen als mögliche Ursache von Clusterkopfschmerzen bis jetzt scheinbar noch nicht in Betracht gezogen worden ist. Im Netz habe ich hierzu trotz intensiver Suche sowohl bei Augenärzten und Neurologen, als auch bei Augenoptikern / Optometristen keinerlei Hinweise gefunden.

Ich korrigiere Winkelfehlsichtigkeiten nicht nach MKH, sondern mit einer eigene Messmethodik

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass schon im Jahr 2014 ein Betroffener im Clusterkopfschmerz-Forum darüber berichtet hat, dass er nach der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit / Heterophorie beschwerdefrei geworden ist (scheinbar war das damals noch möglich). Bitte lesen Sie hierzu diese Berichte: Bericht 1 und Bericht 2. Hierzu möchte ich jedoch anmerken, dass Herr Mattiesson nach MKH von H.-J. Haase korrigiert wurde. Da ich Winkelfehlsichtigkeiten nicht nach MKH, sondern mit einer eigenen Messmethodik korrigiere, hätte ich das Ansteigen der Prismenwerte und die Augenmuskeloperation bei dauerhafter Beschwerdefreiheit ausschließen können.

Aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen weiß ich, dass die Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit bei Menschen mit Clusterkopfschmerzen „schwieriger“ ist, als bei Menschen mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen. Die Angaben sind oft ungenauer und schwanken und es kann während der Augenglasbestimmung zu einer Attacke kommen.

NSM-Neurostimulation (NSM-Therapie) von Prof. Molsberger

Ich habe lange überlegt, woran das liegen könnte. Im Netz habe ich dann die für mich sehr interessante Internetseite von Herrn Prof. Dr. med. Albrecht Molsberger gefunden. Er kann Betroffenen bei Clusterkopfschmerzen mit der NSM-Neurostimulation (NSM-Therapie) helfen. Dabei aktiviert Prof. Molsberger den Heilungsprozess der entzündeten Strukturen hinter dem Auge mit elektrischen Feldern.

Hinter dem Auge befinden sich (nur) die Augenbewegungsmuskeln, die damit verbundenen Sehnen, Nerven und Gefäße. Mit der NSM-Therapie kann Herr Prof. Molsberger Entzündungen in diesen Bereichen gezielt heilen. Betroffene berichten, dass die Clusterkopfschmerzen danach zurückgegangen sind oder sogar ganz weg waren. Ich vermute, dass die Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit für mich erheblich leichter wäre, wenn zuvor die entzündeten Bereiche hinter dem Auge mit der NSM-Therapie geheilt würden.

Herr Prof. Molsberger sagt auf seiner Internetseite, dass seine NSM-Therapie nicht immer von Dauer ist und Betroffene dann erneut behandelt werden müssen. Das ist aus meiner Sicht logisch, weil die Ursache dieser Entzündung nicht behoben worden ist. Dazu müsste die Winkelfehlsichtigkeit korrigiert werden. Das ist wie bei einem Tennisarm bei dem die Überlastung anschließend nicht behoben wird. Dann kann die Entzündung der Muskulatur  bzw. in der Sehnenscheide auch wieder zurückkommen.

Im Augenbewegungsapparat befindet sich über jedem Auge ebenfalls eine Sehnenscheide. Dabei handelt es sich um die Trochlea. Dies ist ein Knorpelring, der mit einer Sehnenscheide vergleichbar ist. Die Trochlea hat die Funktion eines Flaschenzuges. Bei einer vertikalen Winkelfehlsichtigkeit stehen die Trochlea und die durchlaufende Sehne des oberen schiefen Augenmuskels unter einer hohen kompensatorischen Zugbelastung.

Der folgende Absatz ist für den Laien schwer verständlich, aber in der Sache wichtig. Ich glaube zu wissen, warum Betroffene nachts noch stärkere Clusterattacken haben als am Tage. Tagsüber wird die Trochlea (Knorpelschlaufe) durch die Zugbelastung der vertikalen Winkelfehlsichtigkeit gedehnt, sodass die entzündete /verdickte Sehne des oberen schiefen Augenmuskels noch relativ reibungsarm hindurch gleiten kann. In der Nacht entspannen sich die Augenbewegungsmuskeln langsam, sodass die Trochlea nicht mehr geweitet wird. Dies könnte dazu führen, dass die verdickte Sehne nachts wegen des größeren Reibungswiderstandes in der Trochlea stärkere Nervenimpulse / Attacken erzeugt, als am Tage.

Ich höre oft, dass Clusterkopfschmerzen nicht vom Auge ausgehen können, weil Menschen auch nach der Entfernung des betroffenen Auges Clusterkopfschmerzen haben. Dies widerspricht meinem Lösungsansatz nicht, denn auch ich sage, dass Clusterkopfschmerzen nicht vom Auge selbst ausgehen, sondern von den Strukturen dahinter! Bei der Entfernung eines Auges (Enukleation) werden die hinter dem Auge liegenden Muskeln, Sehnen, Nerven und Gefäße nicht entfernt, sondern bleiben vollständig erhalten. Diese werden dann an das künstliche Auge neu „angeschlossen“, damit das Kunstauge dem gesunden Auge bei Blickbewegungen folgen kann. Dadurch könnte es jedoch auch weiterhin zu Überlastungen der Augenbewegungsmuskeln kommen, die dann Clusterkopfschmerzen auslösen.

Schmerzen haben immer eine Ursache

Schmerzen haben immer eine Ursache! Auch Clusterkopfschmerzen haben nach meiner Überzeugung einen „Sinn“ und weisen auf ein Defizit im Körper hin. Dieses Defizit ist die chronische Verkrampfung / Entzündung der Augenbewegungsmuskeln aufgrund einer nicht erkannten Winkelfehlsichtigkeit. So war es z.B. bei Frau Doris Kümmel, über die ich oben berichtet habe.

Bei Clusterkopfschmerzen gibt es zahlreiche Trigger. Viele davon haben eine gefäßerweiternde Wirkung, wie z.B. Alkohol, Aufenthalt in großer Höhe, ein heißes Bad oder Nitroglyzerin. Wenn die Gefäße erweitert werden oder anschwellen (z.B. durch Histamin), wirkt sich das auf die Kompensationsfähigkeiten der Augenbewegungsmuskeln aus. Dadurch kann eine Clusterattacke „begünstigt“ oder ausgelöst werden.

Von diesen Triggern haben mir auch viele Menschen berichtet, die zuvor „nur“ unter Migräne litten. Nach übereinstimmenden Berichten der Betroffenen haben diese Trigger ihre „Wirksamkeit“ nach der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit verloren. Ich bin davon überzeugt, dass dies auch bei Menschen mit Clusterkopfschmerzen gelingen wird.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf folgendes hinweisen: ich korrigiere Winkelfehlsichtigkeiten nicht nach MKH von H.-J. Haase, weil dabei das Risiko besteht, dass die Prismenwerte ansteigen und eine (unnötige) Augenmuskeloperation erforderlich wird. Ich habe eine eigene Korrektionsmethodik entwickelt, mit der ich alle Risiken der MKH ausschließen kann. Deshalb kann ich auch bei Menschen mit Clusterkopfschmerzen , dafür garantieren, dass die Prismenwerte dauerhaft gering und stabil bleiben.

Fazit

Nach einer binokularen Überprüfung Ihrer Augen werde ich Ihnen sicher sagen können, ob Sie eine Winkelfehlsichtigkeit haben oder nicht. Bei einem positiven Ergebnis werde ich Ihnen wahrscheinlich mit einer Prismenbrille helfen können. Die Entspannung der Augenbewegungsmuskeln haben Menschen mit Clusterkopfschmerzen oft schon während der Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit als sehr angenehm empfunden.

Genauso verhält es sich auch später beim Tragen der Prismenbrille! Wenn dann die Schmerzattacken in der Folgezeit abnehmen oder gar nicht mehr auftreten, werden Sie die Prismenbrille sehr gerne tragen, denn es geht Ihnen damit viel besser als zuvor.

Vielleicht können Sie sich jedoch nicht vorstellen, dass Clusterkopfschmerzen mit einer (richtigen) Prismenbrille reduziert oder behoben werden können. Wenn das so ist, möchte ich Ihnen folgendes sagen: nach einer Überprüfung auf Winkelfehlsichtigkeit kann ich Ihnen den Kontakt zu Menschen vermitteln, denen ich mit einer Prismenbrille helfen konnte. Solche Gespräche halte ich für sehr wichtig und hilfreich.

Wenn Sie hierzu Fragen haben oder mehr zum Zusammenhang Clusterkopfschmerzen / Winkelfehlsichtigkeit / Heterophorie wissen möchten, können Sie sich gerne an mich wenden.

Bei Clusterkopfschmerzen und Migräne arbeite ich mit Schmerztherapeuten, Neurologen und Augenärzten zusammen.

Wenn Sie Clusterkopfschmerzen haben, können Sie uns gerne für eine Terminvereinbarung anrufen: 030 882 44 42.

Jürgen Peschlow, staatl. gepr. Augenoptiker / Optometrist

Erfahrungsberichte

Im Anschluss können Sie den Erfahrungsbericht einer Betroffenen lesen, der ich bei Clusterkopfschmerzen mit einer Prismenbrille zu weitgehender Beschwerdefreiheit verhelfen konnte. (weitere Erfahrungsberichte folgen

Liebe Clusterkopfschmerz Community,                             Berlin, im August 2019

als episodisch Clusterbetroffene und Brillenträgerin kann ich mir durchaus vorstellen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Augenmuskulatur und dem Clusterkopfschmerz gibt. Mein rechtes Auge ist sehr schwach und genau auf dieser rechten Seite waren bisher die Schmerzen bei einer Cluster Attacke.

Seit Oktober 2018 trage ich eine Prismenbrille. Anfangs bei einem „normalen Optiker“ und inzwischen bin ich bei einem sogenannten Optometristen in Behandlung. Es hat einige Anläufe gebraucht eh die Brille richtig eingestellt war. Das bedeutet natürlich einige Termine und anstrengende Augenmessungen. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Ich bin seit Anfang des Jahres beschwerdefrei. Bis auf wenige Migräne Attacken, geht es mir gut.

Wichtig ist auch eine regelmäßige Kontrolle, da die Augenmuskulatur und die Augen sich ständig verändern. Wer also glaubt, er geht einmal zum Optometristen und hat dann keinen Cluster mehr, liegt falsch.

Ich habe das Gefühl, dass durch die Prismenbrille die Attacken weniger intensiv sind. Die letzte Episode im Dezember konnte ich durch die Brille nur mit Sauerstoff in den Griff bekommen.

Ich habe lange nach einem guten Optometristen in Berlin gesucht und bin mit Herrn Peschlow sehr zufrieden. Er ist empathisch und bemerkt jede Veränderung an den Augen. Außerdem behandelt er die Winkelfehlsichtigkeit so, dass eine spätere Schiel OP ausgeschlossen werden kann.

Mein rechtes Auge ist sehr schwach und genau auf dieser rechten Seite waren bisher die Schmerzen bei einer Cluster Attacke.

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